ich wache alleine auf, da Steffen ja in der Charité ist. Er schickt mir gleich zum aufwachen ein Bild vom ersten herbstlichen Nebelmorgen mit Blick auf das Sony Center, dorthin, wo wir unsere Anfangszeit unserer Beziehung verbrachten.

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Mein Papa hat am heutigen Tag, dem 05.09.2018 Geburtstag und ich kann nicht bei ihm sein. Das zerreißt mir das Herz. Seit meine Mama vor 7 Jahren gestorben ist, ist er ganz alleine. Ich weine, aus Trauer, weil ich nicht bei ihm sein kann und aus Mitgefühl, für das, was er alles bisher durchgemacht hat.

Daher rufe ich gleich am Morgen meinen Papa an und wir telefonieren lange. Er sagt zwar, es wäre nicht schlimm, da so ein Datum nur eine Zahl ist und wir das doch nachholen können, aber trotzdem tut es mir unendlich leid und weh, dass ich nicht da sein kann.

Also sitze ich zuhause mit der mir verordneten Zwangsruhe und male mein Bild weiter.

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Da Steffen gücklicherweise schon morgen wieder zurück nach Hause kommt, koche ich ihm noch schnell die Gemüsesuppe bei Chemotherapie, damit er etwas zu essen hat, wenn ich wieder den ganzen Tag arbeiten muss. Das Essen in der Charité, dessen Bild mir zugespielt wurde, hatte mich heute nicht umgehauen.

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Danach fahre ich fix noch alles für den morgigen Tag einkaufen, da ich drei Aufträge allein zu stemmen habe. Die Idee dahinter ist, dass ich morgen früh gleich direkt in die Küche fahren und mit Arbeiten beginnen kann, ohne noch eine Stunde lang alles zeitaufwändig in der Metro zusammen zu suchen.

Als ich wieder zuhause bin, schnappe ich mir mein Fahrrad und fahre zu Steffen in die Charité. Wir essen gemeinsam beim dortigen Asiaten Abendbrot, damit Steffen heute wenigstens etwas ordentliches isst.

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