13. Februar 2019

Exakt heute vor zwei Monaten bekam Steffen vom Arzt endlich den erlösenden Bescheid, dass er den Krebs besiegt hat.

In der Zwischenzeit waren wir in China – dazu gibt es an anderer Stelle mehr – und das Adrenalin hat die Nachwirkungen herunter gespielt. Aber im alltäglichen Leben merkt man auf einmal, welche

Neben- und Nachwirkungen einer Krebsbehandlung und Chemotherapie

mit sich bringt.

Nach dem positiven Bescheid der Ärzte dachten wir, dass nach ein paar Wochen Erholung alles gut wird. Also habe ich Steffen langsam wieder in die alltäglichen Arbeiten mit einbezogen.

Ich habe ihn mit zum Einkaufen und in die Küche genommen, einen größeren Auftrag hatten wir auch schon, all diese Sachen. Aber Steffen ist ganz schnell erschöpft und jedes mal kurz vor einer Panikattacke. Das ist natürlich verständlich.

In der letzten Woche war er dann so erschöpft, dass er täglich fast 14 Stunden Schlaf brauchte und überhaupt keinen Appetit mehr hatte.

Leider habe ich sehr schnell ich ein Problem mit leidenden Menschen und kann mich vor lauter Empathie nicht mehr auf mich selbst oder besser die Arbeit konzentrieren.

Daher habe ich, Arschloch wie ich manchmal bin, ihn als liebe treusorgende Frau zu sich nach Hause verbannt, damit ich in Ruhe allein bei mir arbeiten kann. So hatte ich ihn für ein paar Tage natürlich gar nicht mehr unter meinem Radar und er fing an, sich schlechter zu ernähren, er aß weniger Gemüse und mehr Kohlenhydrate.

Und ich musste jetzt wieder allein vor die Tür, alles einkaufen, kochen, die Planung, das alltägliche Blabla. Dann kommt man eines Tages nach Hause, der Knabe sitzt kaputt auf dem Sofa und man macht sich gigantische Sorgen um den Knaben und noch ein gesundes Abendbrot, worauf er gar keinen Appetit mehr hat.

Und du siehst nach mehreren Tagen das erste Mal klar das Ausmaß von Steffens Schmerzen und wie er leidet. Und merkst mal wieder, dass du Mist gebaut hast.

Und dann kommt sie, die Angst, dass er wieder da ist. Der Krebs. Das ist das schlimmste nach dem Krebs. Du denkst an jeder Ecke, das Scheißvieh kommt wieder.

Diese Angst, alles noch mal durchmachen zu müssen, die lähmt alles. Die Symptome von „Bauchspeicheldrüsenkrebs“ werden gegoogelt. Die Gedanken kreisen nur noch um dieses Thema, jeder Toilettengang birgt die Hoffnung, dass es sich von selbst reguliert. Erst am nächsten Montag hat Steffen wieder seinen Überwachungstermin in der Charité, bis dahin müssen wir noch ausharren, wir die Fragen fragen können, die uns auf der Seele brennen. Also drückt besser die Daumen, dass es wirklich nichts Ernstes ist.

Glücklicherweise haben liebe Freunde und Steffens Mama ihn wieder beruhigt und das ganze in Relationen gesetzt. Da man nach einer Krebserkrankung nicht mehr normal denken kann, braucht man Meinungen von Außenstehenden. Überall wittert man Krebs. Wo ist die Grenze zwischen dem In-Sich-Hineinhören und Hineininterpretieren und einer echten Krankheit?

Dass es wohl nur eine Verstopfung und ein komplett angespanntes Zwerchfell sein könnte, das ist eine viel zu einfach Erklärung.

Hilfsmittel bei Verstopfung

Viel Flüssigkeit trinken

Pfefferminztee, Kümmel- und Fencheltee, Salbeitee

Photo by Pixabay on Pexels.com

Flosamen

Täglich einen Esslöffel – bzw. wenn es hartnäckig ist, abends noch einmal -verdünnt mit Wasser oder Orangensaft

Das bringt vollkommen natürlich und ohne Nebenwirkungen den Darm wieder in Schwung und hartnäckige Verstopfungen werden aufgelöst. Nebenbei werden auch gleich Giftstoffe abtransportiert.

Bewegung

Täglich mindestens eine halbe Stunde Bewegung. Wenn man geschwächt ist, ist das natürlich eine Menge Bewegung. Wenn man sich besser fühlt, kann man gerne auch noch Joggen oder anderen Sport machen.

Durch die Bewegung entsteht Muskelkontraktion, der Darm kommt in Bewegung, das Zwerchfell wird bewegt und entspannt sich.

Auch Yoga-Übungen für das Zwerchfell sind hilfreich.

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