15.07.2018 – 25 Grad Celsius

Es ist Sonntag, wir stehen zeitig auf und ich mache Steffen einen Hammersmoothie für zwei aus:

  • Handvoll Babyspinat
  • Daumengliedgroßes Stück Kurkuma
  • Daumengliedgroßes Stück Ingwer
  • eine Banane
  • zwei Braeburn Äpfel
  • Orangensaft.

Alles schön mit der KitchenAid – sorry, ist der wahrlich einzige Mixer, der alles optimalst zerhackstückt – durchpürieren und fertig ist die geballte Ladung Gesundheit.

Danach gibt es einen Porridge aus Mandelmilch, Haferflocken, Leinsamen und am Schluss werden je ein Esslöffel Flohsamen darüber gestreut:

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Zur „Gutschmecke“ gibt es noch etwas Ahornsirup darüber und der Darm klatscht in die Hände. Und weil Sonntag ist, gibt es auch noch das normale Frühstück mit Brot und Käse.

Dann geht’s mit dem Auto raus nach Brandenburg, genauer gesagt, in die Märkische Schweiz nach Buckow. Heute kommen bei radioeins als Special die besten Partyhits aller Zeiten – Top 100 – schön unangepasst, mit Sisters of Mercy. Ich heule. Ich heule vor Glück, dass Steffen und ich Auto fahren. Zusammen. Mit Musik. Wie früher. Vor Jahren. Einfach drauflos fahren und Musik hören. Das haben wir seit Jahren nicht gemacht, weil nur Stress war. Mit dem Catering arbeiten wir gewöhnlich von Montag bis Samstag, meistens müssen wir auch noch am Sonntag beräumen. Wenn dann endlich der Sonntagnachmittag frei ist, endet dieser gewöhnlich auf der Couch. Die Sonne scheint und trocknet unsere Tränen zu Krusten.

Nach anderthalb Stunden kommen wir in Buckow an. Ein pittoreskes kleines Städtchen wunderschön am See gelegen. Wir laufen eine Runde, und finden beim Schloßpark einen kleinen Naturheilgarten mit allen Pflanzen, die bei uns vorkommen. Ich stolpere über die Silberdistel. Stimmt da war was! Die unterstützt die Leber. Gleich mache ich eine Notiz um Bilisan Duo – ein Präparat aus Silberdistel und Kurkuma – zu bestellen, dieses unterstützt die Arbeit der Leber. Es zeichnet sich langsam ab, dass sich alles fügt so wie es sein soll.

Steffen ist dank des luxuriösen Krankenhausaufenthalts jetzt an regelmäßige Mahlzeiten gewöhnt, er bekommt Hunger. Also brauchen wir ein Mittagessen. Sofort. Er muss gemästet werden, bis die Chemo beginnt. Vor Ort sagt uns das Essensangebot nicht zu. Also geht’s zurück nach Straußberg, dort finden wir dank Google ein annehmbares Restaurant.

Als wir fertig mit Essen sind, kommen bei Steffen die Emotionen hoch. Er muss weinen, weil gerade alles so schön ist und hat Angst, dass dies eines der letzten schönen Wochenenden ist. Dasselbe passiert noch mal beim Tanken, ob er jetzt das letzte Mal das Auto betankt. Die Rückfahrt besteht wieder aus heulen, lachen und Musik.

Zuhause angekommen, machen wir uns kurz frisch, unsere Freunde haben uns zum Grillen eingeladen. Steffen muss alles noch mal erzählen, alle geben ihm Zuversicht und Kraft. Wir fahren nach Hause. Freunde sind was Feines.

Positiv:

Freunde, Steffen ist endlich zuhause, Wochenendausflug

Einen Tag zurück oder weiter?

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