15.08.2018 – 25 Grad – Tag 36

Es ist Mitwoch. Ich habe wieder einen Tag übersprungen.

Steffen habe ich gestern in die Charité gebracht und er hat die Chemotherapiepumpe abgenommen bekommen. Er wurde eine Nacht zur Sicherheit dabehalten und heute gibt es dann die Infusion gegen den Epstein-Barr-Virus. Die Infusion dauert 4 Stunden, in denen Steffen eine Flüssigkeit in den Port bekommt. Da diese Infusion auch heftige Auswirkungen haben soll, bleibt Steffen noch einen weiteren Tag in der Charité.

Das ist natürlich gut, dass alle ein Auge auf ihn haben aber ich mache mir Sorgen wegen seiner Ernährung. Heute, sieben Tage, nachdem die Chemotherapie begann, spürt Steffen das erste Mal die Auswirkungen der Chemotherapie und hat keinen Appetit. Außerdem schlägt die Chemotherapie extrem auf den Darm, er muss sehr oft aufs Klo. Was natürlich nicht  so schön ist, mit der Infusion am Tropf.

Die gute Nachricht ist, dass die Knoten an seinem Hals sehr gut zurückgehen. 3,5 cm Halsumfang hast Steffen im Vergleich zu letzter Woche! Und, das Ding! Die Augenklappe braucht er nicht mehr! Er kann wieder ganz normal sehen. Die Krankenschwester sagte gleich: also sowas hat es hier noch nie gegeben!

Also, so schnell wie dieser Krebs wächst, so schnell geht er vielleicht auch wieder zurück?

Hoffnung!

Die Infusion hat es wohl auch in sich, die Ärztin ist begeistert, wie gut Steffen alles wegsteckt. Der Epstein-Barr-Virus ist nun nachgewiesen die Ursache für das Nasopharynxkarzinom.

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Morgen wird Steffen nach Hause kommen, also koche ich ihm eine ganz einfache Gemüsesuppe: Möhren, Kartoffeln, Tomate, Lauch und Porree mit etwas Pfeffer und Salz und natürlich Wasser kochen und später durchpürieren. Kein kulinarisches Highlight, aber während der Chemo sehr gut verträglich.

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