Es ist Mittwoch. Ich habe mal wieder einen Tag übersprungen.

Steffen habe ich gestern in die Charité gebracht und er hat seine erste Chemotherapiepumpe abgenommen bekommen. Daraufhin wurde er eine Nacht zur Sicherheit dabehalten und heute gibt es dann die Infusion gegen den Epstein-Barr-Virus. Diese Infusion dauert ganze 4 Stunden, in denen Steffen eine Flüssigkeit in den Port bekommt. Da diese Infusion auch heftige Auswirkungen haben soll, bleibt Steffen noch einen weiteren Tag in der Charité.

Das ist natürlich gut, da alle dort ein Auge auf ihn haben, aber ich mache mir Sorgen wegen seiner Ernährung. Heute, sieben Tage, nachdem die Chemotherapie begann, spürt Steffen das erste Mal die Auswirkungen der Chemotherapie und hat keinen Appetit. Außerdem schlägt die Chemotherapie extrem auf den Darm, er muss sehr oft auf Toilette. Was natürlich nicht  so schön ist, mit der Infusion am Tropf.

Die gute Nachricht ist, dass die geschwollenen Lymphknoten an seinem Hals extrem gut zurückgehen. 3,5 cm weniger Halsumfang hat Steffen im Vergleich zu letzter Woche! Und, jetzt kommt es: Steffen braucht die Augenklappe nicht mehr! Er kann wieder ganz normal sehen. Schon nach einer Chemotherapie. Die Krankenschwester sagte gleich: also sowas hat es hier noch nie gegeben!

Also, so schnell wie dieser Krebs wächst, so schnell geht er vielleicht auch wieder zurück?

Hoffnung! Das erste Mal Hoffnung nach all der Düsternis.

Die Infusion hat es wohl auch in sich, die Ärztin ist begeistert, wie gut Steffen das alles wegsteckt. Der Epstein-Barr-Virus ist nun nachgewiesen die Ursache für das Nasopharynxkarzinom.

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Morgen wird Steffen nach Hause kommen, also koche ich ihm eine ganz einfache Gemüsesuppe: Möhren, Kartoffeln, Tomate, Lauch und Porree mit etwas Pfeffer und Salz und natürlich Wasser kochen und später durchpürieren. Kein kulinarisches Highlight, aber während der Chemo sehr gut verträglich.

Das Rezept findet ihr hier:

Rezept für die Suppe bei Chemotherapie
suppe bei chemotherapie

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