Heute habe ich wieder einen ganz normalen und vollgepackten Arbeitstag vor mir. So wie früher mit Steffen, nur ohne Steffen.

Vormittags habe ich einen kleinen Auftrag, den ich selber mache und ausliefere und mittags ausliefere. Aber ich habe heute auch noch ein Hochzeitscatering für 40 Personen. Dafür habe ich mir meinen Lieblingspersonalmenschen organisiert. Eine Stunde vor Auslieferung ist er da und packt, genauso effektiv wie Steffen, sämtliche Warmhaltebehälter und Platten und dann natürlich auch das warme Essen in Thermoboxen zusammen.

Sehr praktisch ist, dass er auch die Servicekraft vor Ort ist und also somit gleich vor Ort bleibt.

Ein liebes, sympathisches Hochzeitspaar feiert im Kesselhaus im Landschaftspark Herzberge seine Hochzeit am 16.08.2018. Die Location ist wunderbar auf einem Krankenhausgelände im Kesselhaus einer Klinik aus dem 19. Jahrhundert gelegen, ein ruhiger Park inmitten der Großstadt.

Gemeinsam laden wir beide das Auto vor Ort wieder komplett aus und stellen alles auf die dafür vorgesehenen Tische im Gebäude. Leichte Panik überfällt mich, denn tausend Kinder umwuseln mich. Ehrlich gesagt ist das so gar nicht mein Ding. Ich frage U., ob er alleine mit dem Buffet klar kommt – schließlich wird er ja auch dafür bezahlt – und haue kurzerhand ab. Ich muss mich gerade so vielen Dingen stellen, die ich nicht mag, dann kann man auch einfach mal den Fisch machen. Nach Hause. Schließlich habe ich heute schon 10 Stunden gekocht, dann ist das auch ok. Er wird ja auch dafür bezahlt und man muss nicht alles können.

Zuhause angekommen ist da auch endlich wieder Steffen. Er durfte heute nach Hause. Ich hatte ihn gebeten, indisch online zu bestellen, so dass das Essen da ist, wenn ich nach Hause komme. Auch schön. Wir essen schnell, aber Steffen isst ganz schlecht. Er hat überhaupt keinen Hunger und schlimme Bauchkrämpfe. In seinem Mund ist wie eine Blockade und er kann das Essen nicht herunterschlucken. Es ist auch für ihn heute sein erstes Essen, da er sich den ganzen Tag erfolgreich ums Essen gedrückt hat, denn ich war nicht da, um ihn zu zwingen. Also im großen und ganzen alles leicht katastrophal.

Nach dem Essen und dem Tag bin ich so knülle, dass wir uns zu zweit ins Bett legen. Um 22:00 Uhr wird U. wieder anrufen, denn dann muss ich das ganze aufgebaute und aufgegessene Catering wieder abholen und U. natürlich auch.

Um 22:00 Uhr abends ist es schön kühl, Braut und Bräutigam sind zufrieden und U. bekommt für seine Serviceleistungen sogar Trinkgeld. Wir fahren noch kurz zur Küche und laden alles aus. Abwaschen kann ich auch morgen früh.

Um Mitternacht ist endlich Feierabend.

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