Steffen muss heute zur Anamnese ins Vivantes Krankenhaus, diesmal nach Friedrichshain.

Crescendo aus Wahnsinn

Ihr wundert Euch bestimmt schon, warum ich immer die Temperatur des jeweiligen Tages mit aufschreibe. Uns ist aufgefallen, dass umso wärmer es wird, umso mehr Hiobsbotschaften oder Vorfälle oder Brisanzen geschehen. Wie ein Crescendo aus Wahnsinn steigt die Temperatur mit den Vorkommnissen oder die Vorkommnisse mit der Temperatur. Aber lest in den nächsten Tagen selbst:

Pneumologie im Vivantes Klinikum

Steffen hier in die Pneumologie, da ein Lymphknoten oberhalb der Lunge verdächtig nach Tumor aussieht. Dies soll morgen bei einer genaueren Untersuchung herausgefunden werden.

Die Ergebnisse der Untersuchung werden dann bis zum 27.07. dem Chef-Onkologen übersandt und dieser wird dann den weiteren Behandlungsplan für Steffen schmieden.

Im Friedrichshainer Klinikum soll nun der Pneumologe durch den Mund in die Lunge ein Gerät einführen und von innen aus der Lunge in den Lymph pieksend eine Biopsie machen. So ein Eingriff muss natürlich stationär erfolgen und dafür braucht es wieder eine Anamnese. Seinen Termin bei der Oberärztin hat Steffen erst um 11:00 Uhr, deshalb holen wir zuerst alles vom gestrigen Auftrag ab.

Metro

Da die Metro auf dem Weg liegt, stoppen wir kurz davor. Ich kaufe selbst alles in der Metro für die BlueManGroup ein. Steffen bleibt derweil im Auto sitzen. Der Kontakt mit der alten Realität ist gerade zu schmerzhaft.

Wir packen alles in Thermoboxen, dann geht es gemeinsam ins Vivantes Klinikum.

Krankenhaus-Paranoia

Die Stimmung zwischen uns ist gereizt, wir schaukeln uns hoch, ich bin super zickig. Krankenhäuser machen mich verrückt. Eigentlich will ich immer nur wegrennen.

Vor 20 Jahren hatte meine Mama einen Hirnschlag und danach haben wir uns jahrelang in Kliniken, Pflegeheimen und ähnlichen Locations herumgedrückt, um Mama in ihrem furchtbaren Zustand zu besuchen, so dass mir in Krankenhäusern generell direkt schlecht wird. Jedesmal klumpt sich mir der Magen zusammen.

Das Vivantes Klinikum ist obendrein etwas anders als die Parkklinik, also ein ganz normales Krankenhaus Hier gibt es kein Einzelzimmer für Steffen, keine Duschpäckchen, kein leckeres Essen. Aber wir sind ja nicht auf der „Fritz Heckert“.

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Mittags verlasse ich überstürzt die Klinik und fahre in die Küche und bereite alles für die blauen Männer vor. Ich bin froh, dass ich flüchten und Steffen allein zur Anamnese zurücklassen konnte. Hauptsache keine Minute zu lang im Vivantes Klinikum.

Bilisan Duo

Pünktlich zur Auslieferzeit ist Steffen auch im Vivantes Klinikum fertig und ich hole in dort direkt in Friedrichshain ab.

Noch schnell ein Zwischenstopp an der Apotheke, ich habe Billisan Duo bestellt. Ein natürliches Produkt aus Silberdistel und Kurkuma um die Leber zu unterstützen. Da ja Steffen nun seit fast einer Woche Antibiotika wegen seiner Borreliose bekommt, ist es nicht verkehrt, die Leber zu unterstützen, wenn es gerade die ganzen toten Borrelien aus dem Steffen herausschwemmt. Steffen beschreibt das Ganze übrigens als Kitzeln in den Lymphen. Das ist wahrscheinlich der Moment in dem die Borrelien von den Antibiotika vaporisiert werden.

Room with a view
Das Friedrichshainer Krankenbett im Vivantes Klinikum

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