Nach dem Auftrag ist vor dem Auftrag und morgen ist auch schon der zweite Höllentag dieser Woche, denn morgen muss ich ein Catering für 140 Personen auf die Beine stellen. So einen Tag bzw. so eine Woche übersteht man nur mit der richtigen Planung.

Also kaufe ich heute wieder alles für morgen mit ein, sowie die Zutaten für den heutigen Mittagsauftrag und natürlich auch die heutige BlueManGroup-Lieferung.

Es dauert alles länger als gedacht. Man ist einfach langsamer nach so einem stressigen Tag wie gestern. Der Körper will Erholung, bekommt er aber nicht!

So bin ich erst 08:40 in der Küche. Mein Fahrer M. ist auch wieder pünktlich in der Küche und bekommt das Auto übergeben. Ich bereite erstmal das Essen für die Mittagsauslieferung sowie schon 120 Schnitzel und 120 Buletten für morgen vor.

Herr M. muss nun alle gestern ausgelieferten Platten und Warmhaltebehälter sowie das Mietgeschirr bei den gestrigen Stationen wieder abholen, bringt die Mittagslieferung weg und das schmutzige Geschirr zum Geschirrverleih.

Danach kommt er mit den ganzen schmutzigen Platten von den gestrigen Aufträgen wieder und hat nun endlich Feierabend. Ich nicht. Ich muss jetzt noch die ganzen schmutzigen Platten und Warmhaltebehälter abwaschen.

Als ich dann irgendwann fertig bin, liefere ich auch noch die BlueManGroup aus und hole die Behälter der Mittagsauslieferung ab.

Eigentlich ein ganz normaler Tag.

Und endlich habe ich Feierabend. Der Einfachheit halber habe ich etwas indisches Curry abgezwackt und mit nach Hause genommen. Jedoch isst Steffen kaum. Ihm geht es elend. So elend ging es ihm bisher noch nie nach einer Chemo. Ich mache mir Sorgen, kann aber nichts machen, außer hoffen. Scheinbar verträgt er die Chemotherapien immer schlechter.

Nach dem Abendbrot schicke ich Steffen wieder ins Bett und bereite nur noch die Schildchen mit den Allergiehinweisen für die Speisen von morgen vor. Danach bin ich komplett im Eimer und gehe auch ins Bett.

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