Um drei werde ich von alleine wach. Vor diesem Tag hatte ich schon vorab die ganze Woche großen Respekt. Obwohl der Mittwoch schon übel war, ist dieser Freitag quasi das emotionale Sahnehäubchen dieser Woche. Vom lieben Teufel aufs Leben draufgesetzt.

Also fahre ich heute schon 3:30 Uhr in die Küche und fange an zu arbeiten. Mehrere Platten werden mit Tomate-Mozzarella-Spießen, Obst-Käse-Spießen, 180 Miniwraps, Schnitzeln, 180 Canapés, Bouletten und Gemüsesticks belegt.

Bis 8:00 Uhr ist nach vier Stunden Arbeit ohne Pause das Gröbste erledigt. Herr P. kommt jetzt zur restlichen Unterstützung an. Jetzt müssen nur noch 16 Liter Bohnenkaffee gekocht und alles ins Auto verpackt werden. Fertig. Punkt 11:00 Uhr ist das Auto beladen.

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Herr U. kommt nun pünktlich gemeinsam mit einer Servicekraft zur Küche. Beide übernehmen das vollgeladene Auto und fahren es in die heutige Location. Dort warten bereits zwei weitere Servicekräfte. Alle vier kümmern sich dann um den dortigen Buffetaufbau, den Getränkeausschank und den Empfang für die 140 Personen.

Dies funktioniert natürlich nur so gut, da Herr U. fantastisches Personal hat, und alles ineinander greift und funktioniert. So weiß ich, wie in diesem Fall, dass die bestellten Servicekräfte von Herrn U. bestens getaktet eingesetzt werden. Ich bin so dankbar, dass es U. gibt.

Denn das hat Seltenheitswert, dass man so verlässliche Mitarbeiter findet. Würde nur ein Rädchen in meinem derzeitigen Logistikwahnsinn nicht funktionieren, würde mir alle um die Ohren fliegen.

So habe ich nun Feierabend und fahre mit der Straßenbahn nach Hause. Mein Auto ist ja mit U. und seiner Mitarbeiterin für heute in der Location.

Komplett fertig und gleichzeitig erlöst komme ich nach acht Stunden härtester Arbeit ohne Pause endlich Zuhause an. Ich habe die zwei Höllentage überstanden.

500 m entfernt wird jetzt gerade der ominöse Geldtransporter aufgebrochen, von dem ich zu dem Zeitpunkt leider nichts wusste. Ich hätte einfach die heraus gefallene Kassette übernommen. Kein Ding. Verdammt!

Als ich die Wohnung öffne, höre ich mehrere Stimmen: Steffens Bruder und Schwägerin sind zu Besuch. Ich hatte mich so auf den Mittagsschlaf gefreut, aber Familie geht halt vor. Steffen wirkt leicht gestresst. Er wollte Kaffee kochen aber er ist jetzt schon völlig schlapp. Schon die kleinsten Aufgaben überfordern ihn.

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Natürlich übernehme ich das für ihn und stelle fest, dass der Abfluss in der Küche verstopft ist. Natürlich. Wäre ja ein Wunder, wenn irgendetwas mal klappen würde.

Aber auch das werde ich irgendwie lösen. Ich koche erstmal Kaffee. Aus dem Mittagsschlaf wird natürlich nichts.

19:00 Uhr ruft Herr U. an und teilt mir mit, dass die Veranstaltung zu Ende ist und alles geklappt hat. Das Auto steht wieder vor der Cateringküche geparkt.

Ich bin sehr erleichtert. Steffen und ich gehen schlafen.

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