Um 6 aufgewacht, es gab Probleme mit der Website,  aber glücklicherweise haben sich diese ganz von alleine gelöst. Sehr gut. Also fahre ich erst einmal einkaufen und der Morgen belohnt mit mit dieser Aussicht:

Metro Friedrichshain
Sonnenaufgang über Berlin

Heute ist eigentlich ein guter Tag, ich fahre in die Küche, und heute habe ich Zeit, da nur drei Aufträge über den ganzen Tag verteilt bis abends zu erledigen sind. Eigentlich bin ich auch nach den letzten drei Tagen erholt.

Also mache ich die Tür auf und realisiere, ach Mist, ich wollte doch eher kommen, die Küche wischen und hygienisch reinigen. Meine Stimmung ist im Keller. Merke, immer die Küche sauber verlassen!

Um 18:00 Uhr ist aber auch dieser Tag zu Ende und die Auslieferung habe ich auch erledigt. Aber irgendwie bin ich heute extrem genervt. Alles kulminiert, die Summe der Erlebnisse der letzten Tage und Wochen, der Stress.

Streit – mal wieder

Als ich nach Hause komme, blaffe ich Steffen an, ich bin gereizt. Er hat sich heute 3 Liter Saft gemacht, aber seit dem geht die Saftmaschine nicht mehr in ihre Bestandteile auseinander zu bauen und damit zu reinigen. Die Quetschschnecke hat sich verkeilt und muss mit Monsterkraft gelöst werden. Also ziehe ich die Schuhe aus und mache nach diesem bereits zwölfstündigen Arbeitstag auch noch die Maschine ganz, bzw. ich baue sie auseinander und reinige sie.

Dann muss ich mich auch noch um das Abendbrot kümmern. Meine Wutkurve steigert sich. In meinem Kopf schießen immer mehr giftige Gedanken hin und her.

Alles muss ich machen. Alles! Ich mach wirklich alles selbst. Ich sage zu Steffen „danke für nichts“, daraus folgt dann ein großer Streit. Ich bin ein selbstgerechtes Arschloch.

Ich bin nur noch am Arbeiten und habe keine Lust mehr auf dieses verschissene Kackleben, was eine Aneinandereihung von Scheiße getoppt mit noch mehr Scheiße ist. Was soll da noch kommen? Richtig. Noch größere Scheiße.

Das ganze Leben ist wie ein Computerspiel, wenn du ein Level geschafft hast, kommt der Endboss und macht dich richtig fertig. Wenn du diesen Endboss killst, kommt das nächste Level mit dem noch größeren Endboss. Und so weiter und so fort. Und irgendwann bist du tot. Zwar super erfahren und schlau, aber tot.

Wenn ich aber keinen Bock mehr auf den Scheiß habe, habe ich dennoch den Not-Exit: ich wohne im 11. Stock. Eine totsichere Angelegenheit. Solange man nicht mit MS im Rollstuhl sitzt und dann nicht mehr über die Reling kommt. Genau, es geht immer noch beschissener!

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Und solange ich nicht springe, ist es auch nicht schlimm genug. Wegtreten!

2 Comments on “24.10.2018 – 11 Grad – Tag 106

  1. meine allerliebste Omi sagte in so einen Augenblick:

    Und wenn Du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her.
    Ich wünsche Dir/Euch LICHT
    Bea

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