31.07.2018 – 36 Grad – Tag 21

Warm. Es ist nur noch warm. Auch nachts. Die Fenster stehen sperrangelweit offen, es bewegt sich kaum ein Lüftchen. Gegen 3:00 Uhr wird es etwas kühler. An diesen Tagen ist das einzige, was einen retten kann, 6:00 Uhr aufzustehen. So hat man noch eine Ahnung, wie sich „kühl“ anfühlt. Die Hitze und die Situation zerrt an den Nerven.

Ich muss heute einen ersten kleinen Auftrag alleine ausführen und ausliefern. Ich mache mich deswegen so verrückt, dass Steffen zugesagt hat, wenigstens wieder im Auto mit dabei zu sein. Für morgen und übermorgen, also die Folgeaufträge, habe ich meine Lieblingsservicekraft engagiert. Dann ist es nicht so schlimm. Also fahre ich morgens in die Metro – Kühlabteilung, mein place to be – kaufe alles ein und bereite zu. Gegen Mittag hole ich Steffen zuhause ab und wir fahren das Essen ausliefern.

Auf dem Heimweg reden wir über den PET Scan, wie es weiter geht, was morgen der Arzt wohl sagen wird. Die Eventualitäten aus der Hölle halt. Ich steigere mich immer mehr hinein. Zuhause angekommen, bin ich schon wieder ein Wrack. Wir streiten uns natürlich, die Nerven liegen blank. Steffen fährt zu sich, da er Kopfschmerzen hat, kein Wunder, bei dem was da im Kopf wächst. Ich öffne verzweifelt eine Flasche Wein und leere diese und schlafe ein. Nicht die feine Art, aber gerade notwendig. Abends vertragen wir uns natürlich noch per Telefon. Alles gut.

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