Dieses feine Geheimnis kommt direkt aus meinem unendlichen dunklen Quell der Schlampenküche. In 15 Minuten ist dieser fantastische Bohneneintopf fertig.

Portionen

2

fertig in:

30 min

Kalorien:

455

Einleitung

Über das Rezept

von: Dana Heidrich

Dieser leckere und  unglaublich geschmeidige Bohneneintopf ist super simpel und braucht nur fünf Zutaten. Je nach Geschmack kannst Du den Eintopf selber natürlich anders würzen als ich, vielleicht mit Paprikapulver oder Knoblauch oder Kümmel. Aber iss dazu eine schöne Scheibe frisches Brot dick mit Butter bestrichen. Mega!

zarter Rinderbraten

Und für das schlechte Gewissen hilft als Beilage frisches Gemüse wie Möhren, Gurke und Radieschen aufgeschnitten oder ein Salat.

Oder ein Bier.  

Wie es wurde, was es ist

Eigentlich ist dieses Essen eine warm gewordene Liebeserklärung an meinen Papa. Damals zu DDR-Zeiten war er freitags manchmal den ganzen Tag zuhause – die restliche Woche musste er auf Montage arbeiten. Dieser Tag war immer besonders und auch ambivalent, weil plötzlich jemand streng über uns Kinder wachte – meine Mama war eben lieb, unendlich lieb und der Papa war streng, irgendwie musste man drei Kinder auf Spur bringen – aber auch schön, da man so den Papa mal den ganzen Tag zuhause hatte.

Also hatte ich meist etwas Schiss vor dem Freitag, weil es meist einen Anschiss gab aber auf der anderen Seite hat Papa für uns das Mittagessen gekocht. Damals waren seine Küchenskills nicht ansatzweise so gut wie heute, denn die geschmacklichen Ergüsse endeten meist in Bratkartoffeln, Rührei oder gebratenen Pilzen. Aber da gab es ein Essen, mein Papa nannte es:

Honeckers Rache

An das eigentliche Rezept kann ich mich absolut nicht mehr erinnern, Papa auch nicht, aber Basis des Klumpatschs war eine Dose weißer Bohnen mit Suppengemüse der ungarischen Marke „Globus“, die es seit 2009 nicht mehr gibt, aus dem Obst- und Gemüseladen an der Ecke.

Angereichert mit einer willkürlichen Auswahl an Gewürzen, die Papa im Küchenschrank fand – wir erinnern uns, damals kannten wir noch nicht die Feinheiten, was mit was zusammenpasst – ergab das Ganze am Ende einen durchaus essbaren Bohneneintopf.

Viele Jahre später versuchte ich dieses Rezept nachzukochen, scheiterte jedoch an der original Würzmischung meines Papas. Aber durch die vielen Experimente entstand diese folgende Ausgeburt der Hölle.

Warum Ausgeburt der Hölle? Nun, ich sage mal so, Zwiebeln und Bohnen fördern eine explosive Mischung zutage, die man mögen muss.

Zutaten

  • 2 Stück Zwiebeln
  • 4 Stück Wiener Würstchen
  • 1 Dose weiße Bohnen (400 gr/240 gr abgetropft)
  • 200 gr Créme Fraiche
  • 1 TL Rinderbrühpulver

Zugegeben, dieses Rezept kann man nicht gerade unter gesund und leicht verbuchen, aber manchmal muss es halt auch knallen. Wir können den Lauf der Dinge nicht aufhalten und wie sagte mein Held in der sehr guten Serie After Life auf Netflix: „Gesunde Menschen sterben halt nur länger“. Wer schwarzen und britischen Humor genau so gerne mag, wie ich, ist mit dieser Serie sehr gut aufgehoben. 

zarter Rinderbraten

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Schritt 1

Zwiebeln in Streifen schneiden und mit etwas Öl anbraten, Wiener diagonal in Rädchen schneiden und nach 5 Minuten zu den Zwiebeln hinzu geben und mit anbraten

Schritt 2

Bohnen abgießen und zu der Zwiebel-Wiener Mischung geben

Schritt 3

Créme Fraiche dazu geben und 150 ml Leitungswasser

Schritt 4

Brühpulver dazugeben und kurz aufkochen lassen

Schritt 5

Nach Geschmack würzen. Ich persönlich benutze Unmassen von Bohnenkraut. Paprika, Kümmel oder anderes passt natürlich auch.

Es ist ein Schlampenrezept, also ist alles erlaubt, was dir schmeckt