Ernährung und Lebensmittel bei Krebs

Welche Ernährung ist am besten bei Krebs und Chemotherapie?

Selbsthilfe bei Krebs

Die gute Nachricht ist, dass alles was Du selbst tun kannst, relativ einfach aber leider auch relativ schwer ist, denn die Ernährung sollte komplett umgestellt werden und dies wird in deinem Bekanntenkreis gegebenenfalls für Verwunderung und Unverständnis sorgen.

Verschiedene Studien haben festgestellt, dass eine Umstellung auf eine rein pflanzliche Ernährung gut für das Wohlbefinden und den Heilungsprozess während der Chemotherapie ist.

Und wenn man nichts mehr zu verlieren hat, kann eine Nahrungsumstellung auch nicht mehr schaden.

Ernährung bei Krebs

Warum sollte die Ernährung bei Krebs umgestellt werden?

Ein gesunder Körper kann die alltäglichen Gifte und Fette mit genügend Bewegung und einer ausgewogenen Ernährung gut abbauen. Die aufgenommenen Ballaststoffe und Vitamine sorgen im Darm für einen guten Ausgleich zu den tierischen Eiweißen.

Aber bei einer Krebserkrankung und während der Chemotherapie sollte man seinen Körper mit der optimalsten Versorgung unterstützen, da der Körper schon genügend mit den Medikamenten und deren Abbauprodukten zu tun hat.

Da der Krebspatient während der Chemotherapie gewöhnlich auch an Appetitlosigkeit leidet, sollte die Ernährung „auf den Punkt“ sein, ihn also mit den wichtigsten Nährstoffen versorgen und nicht noch zusätzlich mit dem Abbau und der Verarbeitung von tierischen Eiweiß, Zucker und Alkohol belasten.

Die Chemotherapie und parallele Behandlung mit Antibiotika und anderen Medikamenten zehrt extrem am Körper. So sollte man ständig dafür sorgen, dass die Zellen optimal mit Vitaminen und Mineralen versorgt werden. Desweiteren sind Probiotika, wie man sie in Sauerkraut und Kombucha findet, hilfreich, um eine neue gesunde Darmflora aufzubauen.

Zucker und tierisches Eiweiß sollte in Maßen gegessen werden

In Versuchen mit Krebszellen in Petrischalen ernähren sich diese von tierischem Eiweiß und Zucker und die Zellteilung explodiert. Wenn man dies auf den eigenen Körper projiziert, schadet es nicht, bei der Chemotherapie zusätzlich dem Krebs diese Ernährungsgrundlage zu entziehen und komplett auf vegetarische/vegane Ernährung umzusatteln. So erzielt man wahrscheinlich bessere Behandlungsergebnisse.

Ein weiterer Grund auf Fleisch zu verzichten, ist der, dass die Niere mit dem Abbau der in der Chemotherapie verwendeten Schwermetalle wie zum Beispiel Platin in Cisplatin schon sehr beschäftigt ist, so dass der Abbau von tierischen Eiweißen die Niere noch zusätzlich belastet.

Warum Obst und Gemüse?

Desweiteren kann der Körper mit den sekundären Pflanzenstoffen aus dem vitaminreichen Biogemüse und frisch gepressten Säften stärkere neue Zellen aufbauen.

Damit man noch mehr sekundäre Pflanzenstoffe gewinnt, macht daher der Erwerb einer Saftpresse Sinn. Man schafft es manchmal einfach nicht, die erforderlichen Massen an Gemüse und Vitalstoffen zu sich zu nehmen.

Probleme der Nahrungsumstellung

Und da ist das Problem, welches ich vorher angesprochen habe. Feiern aller Art können anstrengend werden, da man allen beim Betrunkenwerden zuschauen muss. Auch muss man sich des öfteren der Frage stellen, was man denn jetzt überhaupt noch essen kann, als Veganer. Auch wird es in der einfachen Gastronomie schwer, leckeres veganes Essen zu finden, wenn die kulinarische Höchstleistung für vegetarisches Essen „Gemüseauflauf mit Sauce Hollandaise“ ist.

Cheat-Day

Damit die Umstellung nicht zu hart ist, ist es einfacher, man legt einen Cheat-Day pro Woche ein. Bei uns ist dies am Wochenende der Sonntag. Hier kann man sich ein ausgiebiges Frühstück mit einer Hauptmahlzeit mit Fleisch auch einmal gönnen. So kann man auch wunderbar die Vorfreude genießen. Achtet bitte unbedingt auf Bioqualität! Und bitte kein Pökelfleisch (Schinken/Wurst/Speck)!

Auch in früheren Zeiten gab es nur am Wochenende Fleisch. In jeder Landesküche gibt es wunderbare vegane und vegetarische Gerichte, die unter der Woche gegessen werden können.

Lebensmittel gegen Krebs

Lebensmittel gegen den Krebs gibt es meines Erachtens nicht. Es gibt natürlich Lebensmittel, die den Heilungsprozess des Körpers unterstützen und gegen freie Radikale in den Speisen wirken, welche irgendwann Krebs verursachen können. Aber Lebensmittel, die man gegen den Krebs essen kann, habe ich leider noch nicht gefunden. Ich bin für Hinweise dankbar.

Um so tiefer man sich mit der Problematik der Ernährung bei einer Krebserkrankung beschäftigt, umso unausweichlicher ist also eine

Nahrungsumstellung

Eine Nahrungsumstellung auf eine rein vegane Ernährung macht bei einer Krebserkrankung durchaus Sinn.

Wenn man die Nahrungsumstellung zu 100 % gleich auf Anhieb umsetzen kann, Glückwunsch. Dann hast Du einen sehr starken Willen.

Aber bitte, seid nie zu hart zu Euch selbst! Ihr habt nur diesen einen Körper. Achtet ihn, schützt ihn und helft ihm und habt ihn lieb! Versucht, ein gutes Körpergefühl zu entwickeln.

Mir hilft, wenn ich den Grund kenne, warum ich meine Nahrung umstellen soll. Dass es gut für meinen Körper ist, mir Kraft und Energie schenkt und am Ende sogar kein Tier dafür gequält wurde. Und der Regenwald geschützt wird, damit der Klimawandel vielleicht doch nicht so hart wird. Es gibt so viele Gründe, aber denke erst einmal an Dich und Deinen Körper. Werde stark!

Eine Nahrungsumstellung fällt leichter, wenn man gewohnte Routinen aufbricht:

Frühstück

Ersetze das Nutellabrötchen durch Müsli oder einen abwechslungsreichen Porridge

Mittagessen

Ersetze die Currywurst mit Pommes durch einen leckeren Salat oder eine kräftige Linsensuppe. In vielen Biomärkten gibt es auch leckeres Vollkornbrot, welches man dazu essen kann

Abendbrot

Statt Pizza ist eine leckere Reisbowl schnell gemacht