Fleisch

ich tanze um dieses Thema herum. Immer erwähne ich, dass es nicht gut ist, Fleisch bei einer Krebserkrankung und genau genommen auch schon vorher zu essen.

Ich war die größte Fleischliebhaberin der Welt. Die leckersten Fleischgerichte kamen aus meiner Küche. Man munkelt, Steffen habe mich nur wegen meiner Spareribs geheiratet.

meet skewers
die weltbesten Schaschliks

Immer hatte ich einen Vegetarierwitz in petto. Ausgehen ohne Fleischessen? Ohne mich! Ein Grillabend? Ich bin dabei. Gebt mir die Proteine und ein Bier.

Und jetzt predige ich den Fleischverzicht. Was ist passiert?

Zunächst einmal Steffens Krebserkrankung. Um ihn irgendwie von meiner Seite aus unterstützen zu können, habe ich begonnen, mich mit Ernährung zu beschäftigen.

Immer öfter stolperte ich darüber, dass Fleisch nicht gut ist. Schön ist auch, dass ich ihm bei der ersten Chemotherapie noch eine feine Knochenbrühe gekocht habe. Er hat davon sowas von gebrochen, der Körper wusste vielleicht schon, dass es nicht gut für ihn ist?

Und im Dezember fiel mir dann meine neue Bibel in die Hände:

„HOW NOT TO DIE“ von Dr. Michael Greger

Ein ganz normaler Allgemeinarzt, dessen erste Intention war, Weiterbildungen für Ärzte anzubieten, da diese es meist nicht wichtig erachten, dass es einen Zusammenhang zwischen der Ernährung und der Erkrankung des Patienten gäbe. Im Laufe seines Arbeitslebens analysiert er Forschungsergebnisse weltweit und liefert Belege für Ursache und Wirkung diverser Speisen.

Also kein Kokolores, kolloidales Silber und anderer mystischer Zauber, sondern harte basierte Fakten. Auch nicht die ewige Mähr, dass die Pflanzen ihre Wirkung verlieren und man sich daher sehr teure Nahrungsergänzungsmittel kaufen solle, denn nur so kann man den Krebs besiegen (alles schon gehört). Der Ablasshandel unserer Zeit.

Nun gut, also fasse ich kurz die Fakten zusammen, wessen Interesse ich jetzt geweckt habe, solle sein Buch kaufen. Ich kann es nur wärmstens empfehlen.

Übrigens: die Internationale Agentur für Krebsforschung – eine Einrichtung der Weltgesundheitsorganisation – hat verarbeitetes Fleisch als ein Karzinogen – also Krebserreger – der Gruppe 1 eingestuft.

Zur Kategorie 1 gehören unter anderem auch

  • Epstein Barr Virus
  • Rauchen
  • Asbest
  • Arsen
  • Plutonium

Noch mehr Punkte findet Ihr in diesem Link.

Warum ist Fleisch krebserregend?

Arachidonsäure

Fleisch enthält Arachidonsäure. Die fünf häufigsten Quellen hierfür sind

  • Hühnerfleisch
  • Eier
  • Rindfleisch
  • Schweinefleisch
  • Fisch

Arachidonsäure verursacht Entzündungen im Körper, unter anderem auch Rheuma und Arthritis. Jeder fünfte Tumor entsteht durch Entzündungen.

Heterozyklische Amine

sind Aminosäuren, die entstehen, wenn Muskelfleisch, einschließlich Rind, Schwein, Fisch und Geflügel Garmethoden mit hohen Temperaturen ausgesetzt wird. Sie kommen auch in Zigarettenrauch vor.

Je länger Fleisch gegart wird, umso mehr Heterozyklische Amine bilden sich.

Diese Amine kommen jedoch nicht in Pflanzen vor.

Heterozyklische Amine, hier speziell das PhIP, eine der am häufigsten in gegartem Fleisch vorkommende Art der Heterozyklische Amine, scheinen das Krebswachstum sowohl auszulösen als auch zu beschleunigen, indem sie die Zell-DNA zerstören.

Frauen, die mehr geröstetes, gegrilltes oder geräuchertes Fleisch im Laufe ihres Lebens essen, haben ein 47 % höheres Brustkrebsrisiko.

Die gute Nachricht ist: bereits nach 24 h ohne Fleischverzehr kann der Wert dieser Aminosäure nicht mehr nachgewiesen werden.

IGF-1 – Wachstumshormon

Während der Kindheit und Jugend, also der Wachstumsphase benötigt der Körper dieses Hormon. Nach dem Erreichen des Erwachsenenalters wird dieses kaum noch im Körper ausgesendet.

Durch den Konsum von tierischen Eiweißen wird zu viel IGF-1 in den Körperkreislauf gegeben. Krebszellen sind schnell wachsende Zellen.

Und jetzt denken wir einfach einmal an das Fleisch aus der konventionellen Fleischindustrie und wie groß die Hühnchen in der Fleischertheke sind …

Leider haben Vegetarier, die Milchprodukte und Eier essen, den selben IGF-1 Wert wie Fleischesser.

Nur eine pure vegane Ernährung kann den Wirkung dieses krebsfördernden Hormons erheblich senken.

Mir ist das Fleischessen reichlich vergangen. Und ich möchte mich nicht ständig erklären müssen. Ich werde in Zukunft auf diesen Blogeintrag verweisen.