Nach dem Genuss ist vor dem Genuss. Und nach dem Essen ist vor dem Essen. Ich möchte dir heute eine leckere italienische Kochbox mit einem Tajarin-Pastagericht aus der Langhe vorstellen, die mir Weihnachten versüßt hat. Komme mit mir in den Piemont.

Montagmorgen im neuen Jahr, die Autos fahren schon seit Dunkel über die matschigen Straßen. Vollgepackt mit guten Vorsätzen und vor lauter Hoffnung auf ein besseres 2021 triefend, stapfen frisch erholte Menschen durch den matschig-grauen Schnee.

Berlins Ringbahn – der Snowpiercer ohne die erste Klasse – nödelt schon seit Tagen im Kreis und spuckt willkürlich Menschen aus.

Es ist grau, kalt und nass in Berlin. Nach Weihnachten beginnt nun die wahrlich garstige Jahreszeit. Berlin ist ab jetzt ohne Hoffnung auf Sonnenlicht bis Ende März. Lasst uns also wegträumen, nach Weitweitweg. Zum Beispiel nach Italien:

Kochbox von ItalianMyFood

Aber vorher will ich euch noch eine kleine Kochbox vorstellen, welche mir das holde Glück im letzten Jahr kurz vor Weihnachten zuspielte. Ich hatte mich ja komplett aus dem ganzen Weihnachtszirkus herauskatapultiert, aber über Pakete freue ich mich natürlich trotzdem. Noch besser, wenn sie Essen enthalten. Essen ist die einzige Sprache, die ich verstehe.

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Um das Glück zu multiplizieren, muss man es jedoch teilen. Nichts leichter als das: prompt lud ich eine liebe Freundin zum Essen ein und ich verwöhnte sie mit dem Inhalt dieser italienischen Kochbox. Meine Freunde wissen, dass sie bei mir stets etwas Leckeres zu Essen bekommen. Also sollte auch diese Kochbox gut sein:

Warum Italien – mag sich der geneigte Leser fragen. Nun zugegeben, da habe ich eine kleine (große) Macke, denn Italien führt die TOP 195 meiner Lieblingsländer an. Da wir alle gerade nur begrenzt reisen können, ist uns Berlinern immerhin das Glück hold, viele Länderküchen in Berlin bereits (noch) zur Verfügung zu haben. Menschen, die jenseits des S-Bahn-Rings wohnen, haben es da schon etwas schwieriger, um originales Futter zu erwerben. Und in solchen Fällen hilft die obige Box ungemein.

Spätestens, wenn der 50ste Schwarzwälder Schinken dicke Salzkrusten auf den Lippen hinterlässt, während man immernoch nach dem Buchenholzaroma sucht, dürstet es dem ausgehungerten Körper nach all der deutschen gustatorischen Grobschlächtigkeit nach feinem zarten Prosciutto und leckeren Olivenölen.

Welch Glück stellte dann bitte diese Kochbox aus dem Piemont von Italian My Food für mich dar? Eine Offenbarung, wenn 1000 km so unerreichbar sind, wie Hawaii oder Australien.

Ich hatte mich kurzerhand für die vegetarische Variante entschieden, da so kurz vor Weihnachten die Fleischfrequenz auf den Tellern bekannterweise ansteigt und ich dem entgegenwirken wollte. Wie schön ist es dann, ab und an mal etwas Gemüse zu essen.

Also freute ich mich auf handgemachte Pasta, Artischockensugo, einem feinen Bunet und süßsaurem Gemüse als Antipasti.

Diese Kochbox empfiehlt sich also wunderbar für den gerade angelaufenen Veganuary. (ok, die Tajarin sind mit Eiern hergestellt).

Eine Kurzrezension des Paketinhaltes folgt nun hier:

Agrodolce

Süßsaures Gemüse mit Kapern und Basilikum

Reichlich traumatisiert durch die Letscho-Kocharien meiner Mutter – nicht alles war früher toll – beäugte ich das Glas zunächst mit großer Skepsis und wollte meine Entscheidung für die vegetarische Wahl schon verfluchen.

Ich hatte extra leckeres italienisches Steinofenbrot als Beilage geholt und gab nun das Gemüse kalt und direkt aus dem Glas in zwei kleine Schälchen.

Getoppt mit etwas Thunfisch aus der Dose und feinem Olivenöl beträufelt ergab sich so der erste Gaumenschmauß. So konnten wir schon jetzt einen Hauch Italien fühlen.

Glaubt mir, ich war wirklich überrascht, wie fein ausgewogen die Säure mit den feinen Aromen des Gemüses harmonierte. Obendrein war das darin enthaltene Gemüse immer noch wunderbar knackig und man konnte die Bohnen und die Perlzwiebeln einzeln herausschmecken. Kein Matschgemüse und voller Geschmack.

Tipp:

Diese Vorspeise kann mit ein paar Oliven, hartgekochten Eiern oder Thunfisch aus der Dose verfeinert werden.

Tajarin con Sugo di carciofi

Tajarin mit Artischocken-Soße

Nun die Hauptspeise: Tajarin sind feine handgeschnittene Nudeln aus einer speziellen Mischung aus Hartweizen- und Weichweizenmehl, Ei und der Kunstfertigkeit der jahrelangen Erfahrung der Frauen der Langhe im Piemont.

Die Tajarin werden so lange ausgerollt, bis der Teig hauchdünn ist. Dann werden sie von Hand in feine Streifen geschnitten und getrocknet.

Für die Zubereitung wirft man sie dann lediglich kurz in kochendes und gesalzenes Wasser und zieht den Topf vom Herd. Sobald die Tajarin oben schwimmen, kann man sie abgießen und zu der Artischockensoße geben.

Die Artischockensoße kommt in einer fein ausgewogen gewürzten Tomatensoße mit schwarzen Oliven und Majoran daher. Wer Majoran bisher nur aus der Kartoffelsuppe kennt, mag sich wundern. Aber keine Sorge, da Majoran mit dem Oregano verwandt ist, passt er durchaus wunderbar in diesen Sugo.

Am besten erhitzt man den Sugo mit etwas feinem Olivenöl in einer großen Pfanne und gibt die Tajarin mit etwas Nudelwasser dazu. Ein-zweimal kurz umgeschwenkt und mit einer Zange in tiefe Tellern hineingedreht. Wer eine Angeberkochpinzette hat, so wie ich, kann sein Gegenüber nun mit seiner Fingerfertigkeit beeindrucken. Fertig.

Natürlich gab es bei mir Parmesan dazu, irgendwie gibt es bei mir immer frisch geriebenen Parmesan zu Pasta. Und ja, ich bin maßlos bei Parmesan. Verzeiht mir, liebe Italiener! Beachtet bitte, dass Parmesan jedoch nicht vegetarisch ist. (Wegen Veganuary und so)

Auch der Artischocken-Sugo war unglaublich lecker. Die Artischocke hat ein wunderbares Mundgefühl, sie hat dabei die Konsistenz von Pulled Pork und harmoniert wunderbar mit dieser feinen Tajarin-Pasta, die es mir echt angetan hat.

Ich liebe das Mundgefühl von selbstgemachten Nudeln, am liebsten sind mir handgezogene chinesische Nudeln. Auch bei der Wahl der Pastasorte bin ich stets furchtbar wählerisch. Der Gargrad entscheidet hier über alles. Und diese Tajarin hatten einfach alles: sie waren bissfest und gleichzeitig wunderbar samtig weich. Ein Genuss.

Bunet

Traditioneller Piemonteser Pudding

Auch der Pudding kam in kleinen Gläsern. Er musste lediglich auf kleine Teller umgestülpt und genossen werden. Ein wunderbarer Schokopudding, so lecker wie von Mutti.

Dazu passen wunderbar als Dekoration ein paar zerbröselte Amaretti oder Orangenfilets an die Seite geschnippelt. Ein Espresso passt sowieso.

Und jetzt bitte alle debil grinsen.

Danke, reicht.

Verpackung

Die leckeren Speisen werden ungekühlt und vorgegart in einem Pappkarton versandt. Alle Soßen und das Dessert kommen in Schraubgläsern daher, die innen perfekt zylindrisch sind, so dass nichts am Rand hängen bleibt.

Die Gläser lassen sich wunderbar wiederverwenden.

Fazit

Ideal für den leckeren Abend zu zweit, ob mit Freunden oder Partner. Zaubert Italien auf den Tisch. Eignet sich auch für den Campingkocher im Outback, da man nur einen Topf, eine Pfanne und die Teller benötigt.

Auch ideal als Geschenk für Trauernde oder Menschen, die mit einer Krebserkrankung zu hadern haben, und alle mögliche Hilfe benötigen.

Kontakt

Ich liebe Essen und freue mich natürlich über ebensolches. Interesse an an einer Kooperation oder soll ich eure Kochboxen testen? Bock auf Input?

Als Ex-Cateringinhaberin weiß ich, was Freunde des guten Geschmacks wünschen.

Nimm einfach Kontakt mit mir auf – die Antwort folgt geschwind:

ich melde mich bei dir 🙂

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