Falls ihr euch schon Sorgen gemacht habt, ob ich noch lebe und bereits die fliegenden Affen losschicken wolltet, kommt hier die Entwarnung. Also entschuldige ich mich bei euch, dass ich mich einen Monat lang nicht gemeldet habe. Aber keine Sorge, es ist schon wieder so viel passiert, das passt auf keine Kuhhaut… oder in meinem Fall Stierhaut…

Generell fühlt sich mein Leben für mich stets so an, als wäre eine Woche meines Lebens wie ein Jahr in dem Leben eines Normalsterblichen Menschen. Jahre meines Lebens habe ich mich damit schwer getan, dass ich nicht so scheinbar normal wie die anderen bin. Seitdem ich das für mich jedoch akzeptiert habe, ist mein Leben ein einziger Rausch. Ständig passiert irgendetwas, es ist immer so viel los und auch wenn alle unter dem Lockdown ächzen, bin ich für diesen immer noch so dankbar. Noch mehr Input in meinem Leben wäre gar obszön. Was ist also in dem letzten Monat alles passiert?

Ein kurzer Abriss der Dinge, die in den letzten vier Wochen geschahen, ohne in die Tiefe zu gehen:

18. Februar

Ich hatte eine Operation. Freiwillig. Selbstbezahlt. Selbstbestimmt. Eine Sache, wo Frauenärzte immer sagen, das ginge nicht. Das macht man nicht. Das darf man nicht. Weil dann und überhaupt. Und das in ihrem Alter. Dazu in den nächsten Tagen mehr.

Ich verrate schon mal so viel: ich habe den letztmöglichen Angsttrigger in meinem Leben operativ beseitigen lassen. Meine Grundangst, seitdem ich 15 bin. Es war ein absoluter Befreiungsschlag und ich habe jetzt die 100% Skala der Unabhängigkeit, die eine Frau in dieser Welt überhaupt erreichen kann, erreicht.

Und das macht mich so derbe glücklich, dass ich es ständig herausposaunen muss. Also auch hier.

Natürlich brauchte ich dafür zwei Wochen Auszeit zum Heilen und so. Aber der Laptop funktioniert auch im Bett. Mehr dazu unter Punkt 3.

22.  Februar

Steffens Todestag und zweiter Jahrestag. Schon zwei Jahre ist das her. „wie eine Fata Morgana, so nah und doch so fern“ … alte Hasen werden sich an diesen Hit erinnern.

Und an diesem Tag erinnerte sich meine Wahlfamilie – also die selbst ausgesuchte Familie bestehend aus all meinen (unseren) irren Freunden mannigfaltig.

Nicht nur, dass alle Nasen auf Facebook und Instagram virtuell Punkt 20:15 Uhr auf Steffen anstießen, nein, meine geliebten Freundinnen hatten auch noch einen Überraschungs-Videocall, welcher Österreich, Deutschland und die Staaten verband, organisiert. Und dann noch die Krönung: selbst Steffens alte Freunde aus der Dresden-Zeit überraschten mich mit einem Conference Call – der dann bis 2:00 Uhr andauerte und am nächsten Morgen mit einem furchtbaren Kater einher ging.

Und dieses liebevolle Mycel aus unserem gemeinsamen Freundesnetzwerk, welches mich immer und ständig auffängt, welches selbst nach zwei Jahren ohne Steffen immer noch an Steffen denkt – voller Liebe, Wärme und Herzlichkeit und immer mit einer flotten und wilden Story um Steffen, dafür bin ich unendlich dankbar. Ihr seid mein persönlicher Heilschlamm. Warm und wohlig und wenn ich will, kann ich darin abtauchen. Ihr seid einer der Hauptgründe, warum meine Metamorphose so schnell vonstattenging.

Ihr wisst, wer gemeint ist xoxo

Neue Homepage

Und was macht man so, wenn man den ganzen Tag flach in der Kiste liegen muss und man sich nur im Bermudadreieck Bett – Küche – Klo bewegen kann? Richtig: man baut diese Homepage um.

Dem ein oder anderen unter euch ist es vielleicht schon aufgefallen. Und wie immer, wenn ich Tabula Rasa mache, fliegt irgendjemand aus dem Karussell. In diesem Fall die Bilder und die Rezepte. Und ein paar Links funktionieren nicht. Macht aber nichts, denn die Homepage ist trotzdem schon sehr schön.

„Wie kannst du nur etwas online stellen, was noch nicht funktioniert?“

Ganz einfach: einmal, weil ich es kann und weil es den meisten gar nicht auffällt.

Natürlich sind parallel noch drei andere fette Klopse passiert, aber die sind zu privat und gehören hier nicht her.

Damit ihr jedoch nicht leer aus diesem Post geht, noch eine Erkenntnis der letzten Tage:

Fange einfach mit dem ersten Schritt an und denke dabei nicht darüber nach, wie du den fünften Schritt löst, denn die Lösung dafür kommt erst bei Schritt drei (oder vier) und dann hast du dich längst für einen anderen Schritt Nummer fünf entschieden.

Dana