Klassischer Rinderbraten

Wenn es draußen kalt und grau wird, ist das doch wohl die beste Zeit für Braten aller Art. Daher möchte ich euch gerne dieses Rezept für einen klassischen Rinderbraten vorstellen.

Besonders, wenn man sich gerade fragt, hey, Wochenende, was soll ich eigentlich kochen? Und die Kombination Netflix und Rinderbraten ist leider unschlagbar.

Braten erinnern uns doch immer irgendwie an muckelig warme Räume, die Vorfreude, die sich schon über Stunden aufbaut, da der leckere Geruch des Bräterinhaltes durch das ganze Haus wabert.

Und nichts geht über den Geruch von angebratenem Fleisch mit Zwiebeln.

Nennt mich verrückt, aber was mich immer am Morgen nach einem Cateringauftrag sehr glücklich gemacht hat, war, dass meine Finger nach Zwiebeln rochen. Ich denke, das ist ein Fetisch, den nur Köche verstehen. Oder habe ich unrecht?

Hierfür braucht Ihr nur einen Bräter oder einen großen Topf und eine Pfanne. Eine Auflaufform mit Alufolie tut es im Ernstfall auch. Wer zuviel Geld hat, nimmt einen Le Croiset Bräter.

Meine Geschichte zum Rinderbraten

Alle Frauen in unserer Familie waren begnadete Köchinnen und haben die Geschmackssynapsen von meinen Geschwistern und mir geprägt. Immer noch suchen wir alle nach „dem“ Geschmack von damals und freuen uns dumm und dämlich, wenn wir wieder auf ein Puzzleteil gestoßen sind.

Ihr könnt doch die Mädels fragen, könnte man sagen, aber ach, nein, wenn das so einfach wäre!

Meine Oma starb 2008, meine Großmutter 1990, meine Mama 2011 inklusive Hirnschlag 1998, was dazu führte, dass ich ihr kaum Informationen entlocken konnte und Omi konnte ich nur ein paar wenige Informationen entlocken.

So probieren wir alle herum, bis wir diesen einen Geschmack herausgefunden haben.

Einer dieser Klassiker ist der Rinderbraten. Zart, mit einer schönen dicken Soße, dazu Klösse und Rotkraut oder Rosenkohl. Rosenkohl hatten wir ja gerade genug, deswegen Rotkraut.

Rinderbraten mit Rotweinsosse
klassischer Rinderbraten mit Klössen und Rotkohl
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Klassischer Rinderbraten
Ein klassisches Rezept für Rinderbraten mit Rotwein. Schmeckt wie früher und ist sehr gut für die Seele. Läuft bei mir unter der Kategorie feist, da es nicht unbedingt zur gesunden Ernährung zählt. Aber manchmal muss das eben sein, dann lädt man dazu Freunde ein und alle haben sich wieder lieb.
Rinderbraten mit Rotweinsosse
Vorbereitung 20 Minuten
Kochzeit 3 Stunden
Portionen
Personen
Zutaten
Vorbereitung 20 Minuten
Kochzeit 3 Stunden
Portionen
Personen
Zutaten
Rinderbraten mit Rotweinsosse
Anleitungen
  1. Suppengrün, Zwiebeln und Knoblauch schälen und putzen
    Suppengrün
  2. Alles würfeln
    Suppengrün gewürfelt
  3. Fleisch von den Sehnen und der Silberhaut befreien, dies aber nicht wegwerfen
    Rinderbraten vorher
  4. Ofen auf 200 Grad vorheizen
  5. Rindfleisch von allen Seiten scharf anbraten und kräftig mit Pfeffer und Salz würzen und in den Bräter legen
  6. Gemüse in Öl anbraten
    Gemüse in Öl anbraten
  7. Mit Rotwein und Brühe ablöschen und zum kochen bringen
    Soßenbasis
  8. Die kochende Flüssigkeit über das Fleisch geben, die Silberhaut mit dazu (ist nur für den Geschmack und das Kollagen), alles mit dem Deckel verschließen (oder halt Alufolie)
    Fleisch mit Soßenbasis
  9. Den Bräter in den Ofen geben
  10. nach 30 Minuten auf 170 Grad herunterdrehen und weitere 2,5 h im Ofen lassen
  11. wahlweise im Ofen auskühlen lassen (wird er noch zarter) und warten bis er kalt ist
  12. Das Fleisch herausfischen und in Scheiben schneiden (ist kalt besser, sonst zerfällt er vielleicht)
  13. Den Sud durch ein Sieb in einen Topf geben. Aufkochen, abschmecken und mit Soßenbinder abbinden.
  14. Soße über das Fleisch geben und wie gewünscht servieren