Auf vielfachen Wunsch möchte ich sehr gerne mit Euch mein Rezept für chinesisches veganes Geschnetzeltes teilen und Euch die durchaus praktischen Sojaschnetzel vorstellen.

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Rezept für Sojaschnetzel vegan mit grünen Bohnen
Chinesisches veganes Geschnetzeltes mit grünen Bohnen

Ich liebe es, chinesisch essen zu gehen. Glücklicherweise habe ich in Berlin das Glück, mehrere sehr gute Restaurants zu haben, welche mein Fernweh nach China mildern können.

China vor einem Jahr – das Buch

Besonders nach der gemeinsamen Chinareise mit Steffen hatte ich eine sehr konkrete Ahnung, wie es denn nun schmecken sollte. Über diese Chinareise gibt es nun auch ein Buch. Den Link findet Ihr hier:

Klick zum Glück:

Ja, es heißt „Zuckerwatte aus Schweinefleisch“. Was für ein alberner Name mögt Ihr vielleicht denken. Aber nein, es gibt sie wirklich, die Zuckerwatte aus Schweinefleisch. Mehr erfahrt ihr natürlich im Buch.

Überall ist Fleisch

Und das war es übrigens, was uns mit Steffen so missfallen hat. In China essen sie immer und überall Schweinefleisch. Oder Hühnerfleisch, natürlich auch Ente. Sowie Rindfleisch, Hammel und Lamm sind auch dabei. In Peking gab es sogar Kamel.

Aber Vegetarisches oder Veganes war schwer zu finden. Im Zweifel wurde sogar Hackfleisch über Tofu gebröselt, vielleicht kennt Ihr auch Mapo Tofu. Ohne Fleisch geht in China einfach nichts.

Nicht umsonst sind die Kilopreise für Schweinefleisch in Deutschland vor Weihnachten nach oben geschnellt, da China Unmengen von unserem Schweinefleisch importiert hat.

Zu viel Fleisch

In unseren letzten Jahren im Catering haben wir viel zu viel Fleisch verarbeitet. Obwohl die Nachfrage nach veganem und vegetarischem Essen in Berlin enorm ist, wurde zu den wichtigen Feiern stets Fleisch für die Altvorderen und die „richtigen Männer“ gewünscht.

Kiloweise tote Tiere gingen durch unsere Hände. Ich habe über die letzten zehn Jahre die Veränderung der Fleischqualität mitbekommen.

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Kochbuch bei Krebstherapie

Das Hackfleisch wurde immer fetter, nach dem Putenfleisch fing irgendwann auch das Schweinefleisch an, furchtbar nach Antibiotika zu stinken. Viele sagen, ich bilde mir das ein, aber nein, ich kann es wirklich riechen.

Und vor zwei Jahren stand ich am Konvektomaten, 10 Kilo Rindergulasch schmorten darin und dieser mir leider schon allzu bekannte Geruch machte sich breit. Das war mir neu bei Rindergulasch.

Ich konnte Fleisch nicht mehr mit meinen Händen anfassen, ich fand es einfach widerlich. Stets habe ich daher Handschuhe bei der Verarbeitung getragen und wurde von den Dorfdamen dafür belächelt: „Ich solle mich nicht so anstellen“ …

Seitdem ich zuhause bin, kann ich aber all meine Lieblingsrezepte in vegan oder vegetarisch umswitchen. Zugegeben, ein richtiges Rindersteak oder Tatar kann man nicht nachmachen, das werde ich auch immer noch ab und an essen, wenn ich dazu Appetit und die richtige Qualität verfügbar habe.

Wie kann ich einfach vegan oder vegetarisch im Alltag kochen?

Aber das Durchschnittsfleisch, die Masse an Fleisch, die man so tagtäglich vertilgt, um zu markieren, dass man ein richtiger harter Mann ist zum Beispiel, die kann man ganz leicht vegan oder vegetarisch adaptieren.

Ich spreche hier von den allgemeinen Klassikern: Geschnetzeltem, Hackfleisch und Wiener Würstchen.

In den ganzen feingemahlenen Würsten wie Mortadella, Paprikalyoner, Wiener Würstchen ist schon so viel Separatorenfleisch und Rätseldinge drin, da kann man auch gleich die vegetarische Variante essen. Jaja, das Eiweiß, andere Debatte. Ich meine ja nur, ist ja nur so ein Gedanke.

Und bei Hackfleisch und Geschnetzeltem geht es ja selten um den Geschmack.

Hackfleisch

Wer Hackfleisch anbrät kennt das sicherlich: man ist immer wieder entsetzt, wie viel Wasser da aus dem Fleisch kommt. Am Ende bleibt eine knorpelige und graue Masse übrig, die man nur mit Unmassen von Gewürzen pimpen kann.

Da kann man dann doch auch gleich Sojahack nehmen.

Geschnetzeltes

Dasselbe gilt für das Geschnetzelte:

Viele nehmen zum Anbraten irgendwelche lighten Anbratprodukte, damit nicht die teure Einbauküche vollgespritzt wird.

Auf den Cerankochfeldern generiert man sowieso nicht die richtige Hitze, damit das Fleisch die gewünschten Röstaromen bekommt und viel zu zeitig wird der ganze Rest in die Pfanne geworfen, so dass am Ende alles in einer trostlosen Matschepampe aus zerkochtem Gemüse und knorpeligen Fleisch schwimmt.

Dann kann man doch auch gleich Sojaschnetzel nehmen…

Sojaschnetzel – die Basis für veganes Geschnetzeltes

Früher dachte ich immer, boah, ist das widerlich. Sieht aus wie Pedigree, das Trockenfutter für Hunde, wie kann man das nur essen?

Und dann habe ich mir einfach beim Asiaten aus Jux und Dollerei Sojaschnetzel gekauft. Man wird ja nicht dümmer und ich experimentiere gern.

Und siehe da, es ist so einfach! Eine der folgenden Verpackungen online bestellen und stets Protein als Vorrat zuhause haben, ohne das ein Huhn dafür sterben muss:

Klick zum Glück:

Die Sojaschnetzel einfach mit kochender Brühe übergießen, einweichen lassen und dann einfach wie Fleisch weiterverarbeiten.

getrocknete Sojaschnetzel eingeweicht
Sojaschnetzel in Brühe eingeweicht

Ich habe mich mittlerweile in diese knatschige Konsistenz verliebt und verwende für Kurzgebratenes nur noch Sojaschnetzel.

Selbst als Alternative zu Beef Rendang kann man es ohne weiteres verwenden. Ich bin einfach nur begeistert.

Veganes Geschnetzeltes weniger Kalorien als Fleisch, besteht aus Sojabohnen und Bohnen sind obendrein extrem gesund für unseren Darm und man fällt nach dem Essen in der Mittagspause auch nicht ins Foodkoma.

Sojaschnetzel gibt es in allen möglichen Formen im Biomarkt, bei Edeka, bei Amazon oder im Asiamarkt. Als Sojahack, Sojaschnetzel oder auch in Gulaschform.

Apokalypse

Und man ist bei der Apokalypse klar im Vorteil. Während die anderen noch verstrahlte Kaninchen mit drei Augen jagen und am Lagerfeuer entzünden versagen, holst Du einfach deine Tüte mit proteinreichen Sojaschnitzeln hervor und bist der King. Sojaschnitzel gibt es auch in 5 Kilo-Packungen…

So, genug gelabert, jetzt zum Rezept für veganes Geschnetzeltes:

Es gibt drei wichtige Zutaten, die man neben Sesamöl immer Zuhause haben sollte:

die Geheimnisse des chinesischen Geschmacks
die wichtigsten Zutaten für jedes chinesische Gericht

Natürlich gibt es auch Alternativen, aber es schadet nicht, diese Produkte einfach zu bestellen und immer vorrätig zu haben. Ich nutze sie ständig, sieht man auch hier: Reisbowl mit Tofuhack. Wenn Ihr auf die Überschriften klickt, findet Ihr auch gleich den Link zum bestellen!

Chinkiang-Essig

Dies ist ein sehr dunkler Reisessig mit einem typischen Geschmack.

Alternative: nehmt Balsamico-Essig, ist dann aber nicht optimal.

Klick zum Glück:

Kikkoman-Sojasoße

Ja, jede andere Sojasoße geht sicher auch. Aber mir persönlich schmeckt Kikkoman-Sojasoße am besten. Japaner sind Perfektionisten und alles, was sie produzieren, entsteht in einer Qualität, so dass man eigentlich nur noch vor Scham über unser Herumgestümpere weinen möchte. Und ich weiß, Kikkoman ist nicht die beste japanische Sojasoße. Es ist aber die, die für den tumben Rest auf der Welt exportiert wird. Und dadurch immer noch die beste Sojasoße, die bei uns verfügbar ist.

Klick zum Glück:

Kikkoman hat durch die natürliche Reifung einen hohen Anteil an natürlichem Glutamat, man merkt es, indem man sich einen Tropfen Sojasoße auf die Zungenspitze gibt. Da passiert dann auf einmal so viel im Mund. Vergleicht diese Sojasoße jetzt mit irgendeiner anderen nicht-japanischen Marke und ihr werdet den Unterschied merken.

Doubanjiang

Ich habe schon so oft darüber geschrieben, ich werde einfach nicht müde darin, diese magische Paste anzupreisen. Ich kaufe sie stets auf Vorrat und wenn sie aus ist, weine ich bitterliche Tränen. Doubanjiang ist eine fermentierte Sojabohnenpaste mit Chilli. Die Geschmacksquintessenz sämtlicher asiatischer Rezepte.

Klick zum Glück:

Alternative: etwas Ketchup mit Chilipulver und Sojasoße vermengt- kommt natürlich auch bei weitem nicht ans Original.

Und falls Ihr meine wunderbaren Chinaschüsseln mögt, findet Ihr diese hier:

Rezept drucken
Chinesisches veganes Geschnetzeltes mit grünen Bohnen
Hier findet Ihr endlich ein schnelles und einfaches original chinesisches Rezept für vegane Sojaschnetzel mit grünen Bohnen. Besser und schneller als beim Lieferservice und super gesund! Dazu passt fantastisch Jasminreis! - diesen einfach nach Packungsanleitung kochen
Menüart Hauptspeise
Küchenstil asiatisch, chinesisch, vegan
Keyword Reis
Vorbereitung 15 Minuten
Kochzeit 6 Minuten
Portionen
Portionen
Zutaten
Zum Schneiden
Menüart Hauptspeise
Küchenstil asiatisch, chinesisch, vegan
Keyword Reis
Vorbereitung 15 Minuten
Kochzeit 6 Minuten
Portionen
Portionen
Zutaten
Zum Schneiden
Anleitungen
  1. Sojaschnetzel mit etwas Brühpulver und Sojasoße in eine Schüssel geben und mit kochendem Wasser übergießen und ca. 15 Minuten weich werden lassen, gelegentlich umrühren
    getrocknete Sojaschnetzel eingeweicht
  2. Alle Zutaten für die Soße vermengen und in eine kleine Schüssel geben
  3. Ingwer und Knoblauch kleinhacken, Frühlingszwiebel in Streifen schneiden, Bohnen stückeln und Sojaschnetzel, wenn nötig, in Streifen schneiden
  4. rohe Grüne Bohnen im Speiseöl anbraten, bis sie Blasen werfen
    chinesisch gebratene Bohnen
  5. Schnetzel, Knoblauch, Ingwer und Frühlingszwiebeln hinzugeben und kurz scharf anbraten, bis es lecker duftet
    Grüne Bohnen und Sojaschnetzel
  6. Die Soße darüber schütten und kurz aufkochen, bis sie anfängt zu glänzen und dick wird.
    chinesisches Rezept für veganes Geschnetzeltes mit grünen Bohnen
  7. Fertig!
    Rezept für Sojaschnetzel vegan mit grünen Bohnen

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