Da ich leider nicht mehr meine Mama nach dem richtigen Rezept für die russischen Piroggen, oder wie wir sagten: russischen Pasteten, fragen konnte – ihr Hirnschlag machte einen Strich durch die Rechnung – habe ich solange probiert, bis ich dieses einfache und leckere Rezept kreiert habe, welches verdammt nah am Original ist. Aber lest selbst:

Portionen

6

fertig in:

2 h

Kalorien:

629

Einleitung

Über das Rezept

von: Dana Heidrich

Auch diese Piroggen, oder auch Piroschki genannt, waren eine Familienteambildungsmaßnahme in meiner Kindheit, genau wie die koreanischen Teigtaschen.

Langsam kann man sich ja wieder draußen mit fremden Menschen treffen. Die Sonne scheint, es ist wonnig und das Wochenende naht. Warum also nicht einfach mal ein Picknick mit Freunden oder Familie planen? 

zarter Rinderbraten

Da man aus Hygienegründen aktuell besser nicht mehr wie früher alle Salatbestecke antatschen sollte, sind Dinge, die schon fertig und auf die Hand zu essen sind, ideal. Fingerfood!

Und wenn der Großteil der Freunde nun mal aus essensfreudigen Menschen besteht, braucht man etwas Realistisches. Also mit Fleisch. Und der Viertelrusse in mir wollte seit langem wieder einmal Pasteten essen.

Der Teig

Köche können nicht backen oder hassen es zumindest aus tiefster Brust. Kochen ist Gefühl und Backen ist für Pendanten oder Zahlenficker. Nix für mich. Eine Abweichung der Zahlen und schon fliegt dir der ganze Quatsch um die Ohren und das Backgut weckt höchstens noch deine schwarze Fantasie, wenn der klebrige Kuchenteig langsam auf die glühende Heizspirale im Inneren des Ofen tropft und stinkend verschmurgelt und mal wieder kein Idiot in der Nähe ist, der den Ofen für dich sauber macht. Nur du halt. Wie immer. Verdammt!

Aber der Kathi-Pizzateig (keine bezahlte Werbung, alles Zufall!) war super easy zuzubereiten. Auch ohne Küchenmaschinen.

Schwarzkümmelöl

Man sollte lediglich noch drei Esslöffel Öl hinzufügen. Statt des angegebenen Speiseöls entschied ich mich für zwei Löffel Olivenöl und einen Esslöffel Schwarzkümmelöl, da ich den Geschmack liebe. Das war eine sehr gute Idee! 

Zutaten

  • 400 gr Rinderhack
  • 1 Pckg Kathi Pizzateig
  • 3 Stück Zwiebeln
  • 3 Stück Eier
  • 1 TL Rinderbrühpulver
  • 2 EL Dill
  • 1 TL Tomatenmark
  • 3 EL Olivenöl (davon 1/3 Schwarzkümmelöl, wenn vorhanden)
  • 3 Stück Knoblauchzehen

Unglaublich leckere Handschmeichler mit Rinderhack, Dill und Eiern. Ein praktisches und beliebtes Partymitbringsel. Ideal zu Schmand und am Partytag danach als Frühstück.

zarter Rinderbraten

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Schritt 1

Den Pizzateig wie auf der Packung angegeben zubereiten. Statt der angegebenen 3 EL Pflanzenöl habe ich 2 EL gutes Olivenöl und einen Esslöffel Schwarzkümmelöl hinzu gegeben

Schritt 2

Koche die drei Eier hart, schrecke sie ab und schneide sie nach dem Schälen in ca. 0,5 cm große Würfel

Schritt 3

Schneide die Zwiebeln zu Würfeln und brate sie in einer kleinen Pfanne oder Topf mit etwas Öl fast goldgelb und das Rinderhack dazu und brate es bröselig.

Schritt 4

Gib nun das Tomatenmark, die zerhackten oder gepressten Knoblauchzehen und das Brühpulver hinzu. Aus dem Fleisch kommt so viel Wasser, dass man eigentlich keine zusätzliche Flüssigkeit dazu zu geben braucht. Nun noch die gehackten Eier und die ganze Packung TK Dill hinzugeben und kurz durchziehen lassen

Schritt 5

Heize den Ofen auf 200 Grad vor

Schritt 6

Rolle den Teig ca. 3 mm dick aus und steche Kreise mit ca. 10 cm Durchmesser aus (nimm einfach eine Tasse oder ein Weinglas zum ausstechen) und lege den Teigkreis auf deine Hand, gib einen Löffel der Füllung in die Mitte und falte das Ganze zu einem Halbkreis.

Schritt 7

Um die Klebstelle zu verstärken, gehst du die Naht mit einer Gabel strahlenförmig nach

Schritt 8

Ab mit den Piroggen aufs Backblech mit Backpapier. Wenn du willst, kannst du sie noch mit Eigelb bestreichen, musst aber nicht – hab ich auf dem Foto auch nicht gemacht

Schritt 9

nun ca. 20 Minuten backen, bis sie so aussehen wie oben

Buch-Tipp:

Du liebst die osteuropäische Küche genau so sehr wie ich? Dieses Buch hatte ich orginal in der englischsprachigen Variante gekauft. Aber glücklicherweise gibt es dieses jetzt auch in deutsch.

Selten wurde das slawische Momentum in so wunderbaren Bildern festgehalten.

Ja, ich liebe Kochbücher!

(werbung)

Mehr Osteuropa geht kaum: