Arbeit

Das neue Leben

Mein neues Leben hat jetzt offiziell am 01. Mai begonnen, mit einer neuen Arbeit.

Das sagen mir ständig so viele: Dein neues Leben fängt jetzt an, dein zweites Leben fängt jetzt an.

Aber ich hätte echt darauf verzichten können, dieses neue zweites Leben. Ganz so ohne Steffen, das könnt Ihr mir echt glauben.

Aber wie sieht es denn nun aus, das neue Leben?

Einige Tage nach Steffens Tod hat sich die Chefin von unserem Hochzeitsschloss bei mir gemeldet.

Sie hatte folgendes Angebot für mich:

Ich werde ab Mai auf dem Schloss angestellt, da es nach der Hochzeitsmesse im Januar doch noch sehr viele Anfragen explizit für unser Catering gab, so dass diese Termine ja jetzt noch erfüllt werden müssen. Und wenn ich mal nicht meine Angebote abarbeite, helfe ich den Mädels in der Küche.

Das ist natürlich ein unglaubliches Angebot, da ich gerade überhaupt nicht in der Lage bin, irgendetwas zu planen, da mir meine Zukunft sowas von scheißegal ist. Ich wusste nur ganz genau, dass ich unser Unternehmen nie mehr weiterführen konnte.

Jemand nimmt mir jetzt diese Sorge ab und fängt mich auf.

Nach dem Anruf war mein erster Gedanke: Nein! Ich will nie wieder kochen, ich will nie wieder arbeiten, ich will gar nichts. Ich werde absagen.

Meine Freunde haben mir jedoch sofort zugesprochen: mach das unbedingt! Das Angebot ist mehr wert, als es jede Spende sein kann, es ist aktive Überlebenshilfe!!!!

Nun, also war mein erster Arbeitstag fast da. Aber noch nicht am 1. Mai, da dies ja ein Feiertag ist.

Game of Thrones – die letzte Staffel

Ich hatte den ganzen Tag noch frei und habe mir im Bett Serien angeschaut, genauer gesagt: „Game of Thrones“. Ich konnte mich nicht mehr zurückhalten, ich musste es tun. Die einen sagen jetzt sicher „yeah!“ die anderen rollen mit den Augen. Aber „Game of Thrones“ war unsere Serie: An irgendeinem Wochenende haben wir dann nach Feierabend am Samstag das ganze Wochenende die komplette Staffel durchgeschaut. Der Kühlschrank war voller Essen und der Fleischmagnet (Sofa) hat uns nur für den Gang aufs Klo oder zum Essen holen los gelassen.

Ich habe mal gelesen, dass so ein Serienmarathon eine beziehungsbildende Tätigkeit ist, so wie ein gemeinsames Erlebnis, eine Tätigkeit oder eine Reise. So war es auch bei uns.

Am Ende jeder Staffel, also so nach 13 Stunden fesselnder Spannung, waren wir komplett mitgenommen, der Cliffhanger pockerte wie wild im Hinterkopf und wir zwei guckten uns seltsam leer an und dachten so: „Alter! Wie geht die Story jetzt weiter? Wir müssen wissen wie es weiter geht!“

Entsprechend haben wir uns so auf die letzte Staffel gefreut. Als Steffen im Dezember die erlösende Nachricht bekam, dass der Krebs weg ist, war einer der ersten Sätze: „Da können wir ja gemeinsam GOT sehen!!“. Ja ich weiß, ganz schön irre.

Als dann jedoch Steffen plötzlich starb und die Beerdigung auf den 12. April festgelegt wurde, war ja klar, dass das VÖ-Datum der letzten Staffel auf den 14. April fiel. Das passte. Aber da ja Steffen zu dem Zeitpunkt schon längst auf der anderen Seite war, konnte er sich die ganze Staffel schon vorab, wo auch immer er ist, ansehen. Weil er es kann. Ich musste bis jetzt warten.

Aber nun liege ich an diesem sonnigen letzten freien Tag, bevor meine neue Arbeit beginnt, im Bett und schau mir die bisher ausgestrahlten drei Folgen an und heule Rotz und Wasser. Dass ich das alleine anschauen muss, ohne Steffen, jetzt wo alle Fäden des Plots zusammen geführt werden, ist hart.

Na super! Die Türen zur Trauerhölle wurden in diesem Moment eröffnet:

Im ganzen weiteren Tagesverlauf leide ich und heule wie ein Schlosshund, denn am ersten Mai sind Steffen und ich immer vor die Tür gegangen, haben uns und Kreuzberg gefeiert. Sind mit dem Fahrrad herum gefahren, haben uns ein Bier im Späti geholt und uns irgendwo auf eine Decke gesetzt, gequatscht und gelacht. Herrlich war das.

Immer wieder kommen andere Erinnerungen. Jedes Jahr um den 8. Mai herum sind wir in das Riesengebirge gefahren. Wir haben eine Hütte gemietet und meinen Geburtstag da gefeiert. So wie es da ist, so schön, so haben wir uns immer unseren Alterssitz vorgestellt. Seit 2004 sind wir jedes Jahr dorthin gefahren. Dieses Jahr bin ich nicht dort, aber dafür meine Facebookerinnerungen.

Das wird der schlimmste Geburtstag meines Lebens.

Ich heule also einfach den ganzen Tag, es muss ja auch mal irgendwann aufhören. Als ich dann versuche einzuschlafen, da ich ja am nächsten Morgen um 5:00 Uhr aufstehen muss, da ich ja morgen das erste Mal wieder auf Arbeit muss. Die Freude ist nicht allzu groß, daher ist mein letzter Wunsch:

„lass mein scheiß Herz endlich brechen, damit ich wieder bei Steffen sein kann. Ich halte das nicht mehr aus!“

und an Steffen gerichtet:

„wenn Du mich bei Dir haben willst, hole mich bitte heute Nacht ab“

Der 2. Mai – erster Tag auf Arbeit

Aber er will mich auch in dieser Nacht nicht haben.

Also klingelt mein Wecker, ich stehe auf und fahre zum Schloss. Alle sind total lieb zu mir, ich habe scheinbar Welpenschutz, weil ich eh kurz vor irre bin. Das macht natürlich Sinn. Nach dem Mittag fahre ich auch schon wieder zurück nach Berlin, da wir alles für die beiden Folgetage besprochen haben.

Der Heimweg ist schlimm. Ich habe Steffens Playlist laufen und heule Rotz und Wasser. Mal wieder. Kein Steffen sitzt an meiner Seite. Zuhause angekommen liegt da kein Steffen auf dem Sofa. Niemand hat Essen gemacht. Die Wohnung ist leer. Mein Herz krampft. Ich telefoniere mit meiner Freundin, das hilft etwas.

Wieder die selbe Einschlafprozedur. Ich wache auch wieder am nächsten Tag auf. Natürlich.

Ich fahre am Morgen als erstes in die Metro, da wir Rinderknochen für die Rinderbrühe benötigen. Sowas Exotisches gibt es nämlich in der Prenzlauer Metro nicht. Ich war kurz fassungslos. Der Fleischer dort auch. Verrückter Wunsch. Aber gut, ich wohne in Berlin, da gibt es fast alles.

Ich halte noch mal kurz an der Küche und packe Dinge ein und fahre los Richtung Schloss. Wie früher. Playlist. Heulen. Die Sonne scheint mir ins Gesicht, es ist so schön, alles grünt, das Licht ist so speziell. Ich heule.

Ich fahre von der Autobahn herunter und genieße die wunderschöne Uckermärkische Landschaft. Seen glitzern durch Bäume. Die frischen Blätter an den Bäumen sind so wunderbar lindgrün wie nur in diesen zwei Wochen im Mai. Ich verspüre ganz kurz ein Durchblitzen der Schönheit des Moments.

Die Katze

In dem kleinen Wassergraben, der aussieht wie das Bächlein in diesem wunderbaren Gemälde „Ophelia“ von John Everett Millais blühen kleine zarte weiße Blümchen, die ich noch nie vorher bemerkt habe. Es ist so schön.

Ich verlasse langsam die Ortschaft und sehe, wie mir von dem Hang gegenüber ein Transporter entgegen kommt. Ich bremse leicht ab. Aus dem linken Augenwinkel sehe ich, wie eine rote Katze Richtung Straße geprescht kommt. Der Transporter sieht die Katze nicht.

Ich weiß ganz genau, was jetzt passieren wird.

Etwas, was ich noch nie miterleben musste, ich habe immer nur die Reste gesehen, die danach übrig bleiben, wenn es keinen Menschen zu der Miez gibt. Wenn es keine Menschen gibt, die sich um die tote Miez kümmern oder wenn der Mensch es einfach noch nicht weiß.

Schreiend reiße ich die Hände vom Lenkrad weg und halte mir während der Fahrt die Augen zu.

Der Transporter erwischt die Katze.

Aus einem Reflex heraus schaue ich in den Rückspiegel und sehe, wie die angefahrene Katze sich von der Straße schleift. Kurz denke ich darüber nach, anzuhalten, um der Katze zu helfen. Ich schaffe es nicht. Mir kommt es hoch. Ich muss fast brechen. Ich fahre weiter, bis zur nächsten Einbuchtung und stoppe das Auto. Und schreie und weine.

Ich liebe Katzen so abgöttisch wie andere Menschen Kinder lieben.

Ich wusste nicht, dass man meinen Schmerz noch steigern kann. Aber ja, man kann. Das scheiß Herz bleibt einfach nicht stehen. Das Hirn wird dazu noch seltsam schwammig und sirrt komisch. Ein vollkommen neues Gefühl. Ich werde, glaube ich, bald verrückt.

Und kein Steffen da, zum darüber reden.

Das Schlimmste am Tod einer geliebten Person ist, dass derjenige, mit dem du über deine Gefühle und Gedanken sprechen willst, nicht mehr da ist.

Nun also, muss ich mich alleine hochraffen. Und zum Schloss fahren, denn ich muss ja in dreißig Minuten da sein.

Die Arbeit läuft gut, die Mädels in der Küche sind lieb. Es ist wie immer und doch anders. Am Ende stehen zwei Buffets an zwei Abenden und ich fahre wieder nach Berlin.

Hochzeitsmesse – Tag 2

Wir haben wunderbar im Gästehaus des Schlosses geschlafen. Schon fast zu spät, erst gegen halb 8 wachen wir beide auf. Aber ist ja auch Sonntag. Zeit für Tag 2 der Hochzeitsmesse. Nach der gestrigen Fußmassage geht es Steffen am heutigen zweiten Tag der Hochzeitsmesse, dem Sonntag, auch relativ gut. Noch ein weiterer Tag liegt vor uns mit vielen Wegen und Treppenstufen. Irgendwie müssen wir den Ablauf optimieren.

Also stehen wir auf und gehen ins Hochzeitsschloss in die Schlossküche. In der Küche ist schon Wuhling – lustiges Wort, musste ich gerade mal googlen, aber gibt es wirklich – die Küchenmädels vom Schloss arbeiten schon und haben ein Frühstück für uns vorbereitet. Das ist reizend.

Heute am Sonntag sind wir auch besser organisiert, die Dinge sind vorbereitet und wir wissen, wo alles steht.

Endlich schaffe ich es am heutigen Sonntag auch, die Wantan-Körbchen zu backen, dafür war gestern keine Zeit. Deswegen gibt es heute auch:

Vegane Wantan-Körbchen mit Tomaten-Pomelo-Salat

Wantankörbchen mit Tomaten-Pomelo-Salat

Gefüllt werden die kleinen Körbchen mit einem veganen Tomaten-Pomelo-Salat und sind verdammt lecker, da der Boden über die Zeit leicht anweicht, die Ränder aber immer noch den Crunch haben.

Und die leicht saure Pomelo mit dem Koriander ist der Knaller. Dazu habe ich noch etwas Habanero-Chilli-Soße gegeben und schon grüßt einen Mexiko aus der Küche.

Kann man essen, wie man so schön sagt. Die verbale Ohrfeige für dein Essen quasi.

Steffen ist ja mein Mann fürs Süße, er macht die Desserts. Ich bin kein großer Fan davon und ich hasse klebrige Finger und irgendwie sind so über die Jahre die Desserts sein Part geworden. Es gibt am heutigen Sonntag:

Schokocreme mit Marshmellows
  • Vegane Kokoscréme mit Ananas und Minze – aus Kokosmilch und Créme de Coco
  • Schokocreme mit Marshmellows -welche dann kurz vor Schluss noch mal angekokelt werden
  • Death by Chocolate – Mousse au Chocolat mit knietschigen Schokocookies – dieses Dessert ist leider der absolute Burner! Darauf kann man ganz leicht durchdrehen – wir hörten ein paar Seufzer und „Oh Mein Gotts“ 🙂

In der Zwischenzeit brodelt die gute Rinderbrühe auf dem Herd, es gibt später Flädle in Herzform ausgestochen dazu.

Ich bereite die Vorspeisenplatten vor, ich finde sie wunderschön:

Und am Ende die Krönung des Buffets am Sonntag. Eine Tortillastation zum selbst-wrappen. Wir finden das total toll, aber ich glaube, das Publikum ist noch nicht bereit dafür. Aber wenn Ihr jemanden kennt, der jemanden kennt, der das toll findet, naja, Ihr wisst schon, einfach weiterempfehlen:

Tortillastation zum selber wrappen mit Pulled Pork

Zum Füllen der Tortillawraps gibt es Pulled Pork, das haben wir selbst im Ofen für 6 Stunden gebacken, es ist schön fruchtig mit Orangensaft und Cumin gewürzt und zergeht auf der Zunge.

Die DIY-Bedienungsanleitung habe ich noch vorgestern selbst im Wahn gemalt. Naja, und die Dips muss man halt nur noch mit dem Schwein und den Tortillafladen kombinieren.

Statt Schwein kann man auch Huhn, Rind, Tofu, Seitan oder Jackfrucht-Fleisch nehmen. Es steht und fällt sowieso mit den Dips.

Eine Stunde vor der Buffeteröffnung am Sonntag schicke ich Steffen hoch, damit er vor Ort alles anrichtet und schön macht. Ich buckel in der Zwischenzeit die ganzen Platten und das Essen nach oben. Pünktlich um 12:00 Uhr steht alles, die Buffets sind eröffnet und wir reden mit Interessenten.

Aber auch heute am Sonntag ist es etwas verhalten. Vielleicht sind wir mit unseren verrückten Speisen über das Ziel hinaus geschossen und hätten mal lieber Kroketten gemacht?

Aber nichts für ungut, wir wissen, unsere Fans sind da draußen.

Gegen 15:00 Uhr haben wir endlich Feierabend und es geht zurück nach Berlin. Es ist ja schließlich Sonntag! Noch schnell zu unserem Heimweh-Chinesen und dann ab auf die Couch. Endlich kehrt einmal für ein paar Tage Ruhe ein.

Steffen muss sich jetzt endlich einmal von den ganzen elenden Chemotherapien erholen und ich mich vom letzten elenden halben Jahr.

26. Januar 2019

Ihr habt es so gewollt und sporadisch werde ich nun sehr gerne den Blog weiterführen. Nicht mehr täglich, aber doch ab und zu. Also schreibe ich heute über letztes Wochenende, genauer den letzten Samstag:

Seit drei Monaten wussten wir schon, dass an diesem Wochenende die Hochzeitsmesse auf Schloss Kröchlendorff stattfinden würde. Dies ist ein ziemlich wichtiges Datum für uns, da an diesem Tag die meisten Aufträge für Hochzeitscaterings im kommenden Sommer gebucht werden.

Jedoch wusste ich vor drei Wochen noch nicht, wie es wohl Steffen an diesem Wochenende wohl gehen würde und ob wir überhaupt so mit dem Catering weitermachen würden. Sicherheitshalber hatte ich auch schon unsere Wiener Freunde für das Wochenende zur Unterstützung angefragt. Wir wussten ja nicht, ob Steffen noch bestrahlt werden müsste oder ob es gar noch schlimmer hätte sein können.

Glücklicherweise kam dann am 13. Dezember 2018 das „Go“ der Ärzte, dass der elende Krebs vorerst besiegt sei.

Der Nachteil bei privatversicherten Menschen ist auch, dass es kein Krankengeld gibt. Es gibt zwar Krankentagegeld – wenn man das vereinbart hat – wenn man im Krankenhaus selbst ist, aber wenn man nicht mehr im Krankenhaus ist, gibt es auch keine Kohle.

Also habe ich Steffen in der vorherigen Woche schon ein bisschen mit in die Küche genommen.

Und unabhängig davon ist es auch gut für unsere beiden Psychen, wenn Steffen wieder mit kochen kommt und ich nicht mehr allein ausliefern muss und er so langsam wieder an das normale Leben zurückgeführt wird.

Leider hat Steffen seit der letzten Chemotherapie immer noch mit deren Nachwirkungen zu kämpfen, das heißt konkret: taube Finger und taube Füße. Also richtig taub. Nicht so, ups, ich habe mir die Finger bei der Schneeballschlacht abgefroren, sondern eher so: ich weiß nicht ob es warm oder kalt ist. Den Nadelstich spüre ich auch nicht.

Nach Rückfrage bei den Ärzten wird das auch noch eine Weile anhalten. Also behelfen wir uns mit allabendlichen Fußmassagen und Bewegungsübungen. Die Faszien darf man auch nicht aus den Augen lassen.

Der Samstag

Ich stehe um 4:00 Uhr auf und fahre erst einmal alleine in die Metro alles einkaufen. Am morgen sind die tauben Füße für Steffen am schlimmsten und so kann er noch zuhause bleiben und muss nicht die unendlichen Strecken in der Metro mitlaufen. Die Metro ist nämlich innen riesig und ohne sich weiter anzustrengen, hat man morgens schon seine ersten 1000 Schritte weg.

Es hat am heutigen Samstag geschneit und es sind Minusgrade. Die Straßen sind über Nacht in Berlin weiß geworden. Das ist ganz schön selten und ich bin erschrocken, wie viele Autos dennoch auf der Straße unterwegs sind. Aber stimmt ja, es ist Samstag morgen, die meist befahrene Strecke ist die vom Ritter Butzke über den Sage Club zum Berghain. Parallelwelten. Aber das Gefühl ist nicht mehr wehmütig.

Nach dem Einkauf fahre ich wieder zurück nach Hause, um Steffen abzuholen. Steffen hat schnell noch einen ordentlichen Kaffee gekocht und in unsere chinesischen Thermoskannen umgefüllt und einen ordentlichen Grünkohlsmoothie mit Leinsamen, Kurkuma und Bananen für uns beide gemacht. Den trinken wir sofort. Dann geht es in die Cateringküche, der Rest für das heutige Catering wird in der Küche eingepackt und ab geht es, auf die Autobahn Richtung Uckermark.

Demütig lassen wir während der Fahrt die Landschaft und mental die letzten Monate an uns vorbei ziehen. Vier Hochzeiten musste ich ohne Steffen auf dem Schloss bewerkstelligen. Vier mal musste ich ohne ihn fahren. Vier mal saß er alleine zuhause und kämpfte mit sich durch die Nebenwirkungen der Chemotherapie und fieberte mit mir aus der Ferne mit. Es wird noch lange dauern, das Ganze zu verarbeiten.

Und jetzt fahren wir endlich endlich wieder zusammen auf das Schloss.

Im Schloss angekommen ist die Freude bei den Angestellten des Schlosses riesig. Steffen ist wieder da!!! Im Hintergrund lade ich das Auto aus, es ist schon um 9:00 Uhr, 12:30 Uhr soll das heutige Buffet am Samstag stehen.

Also haben wir doch etwas Stress und schaffen bis auf zwei Posten alles. Das ist aber nicht schlimm, morgen ist auch noch einmal eine Messe und dann haben wir mehr Zeit, zumal wir ja im Schloss übernachten.

Auf den letzten Drücker steht alles und wir warten auf die heutigen Hochzeitsgäste. Und hier ist endlich auch mal wieder Steffen beim Warten zu sehen:

Steffen ist endlich wieder dabei

Nach der Verkostung kommen ein paar zukünftige Hochzeitspaare zu uns, die Stimmung ist jedoch etwas verhalten. Vielleicht liegt es auch daran, dass wir für einen anderen Anbieter eingesprungen sind, der heute eigentlich kochen sollte, aber abgesprungen ist und einen anderen Kochstil hat.

Das ist aber überhaupt nicht schlimm, ich habe beschlossen, mir weniger Sorgen über die Zukunft zu machen, denn die Hauptsache ist, wir sind gesund. Alles andere ergibt sich. Und ändern kann man eh nichts.

Am Nachmittag ist dann endlich alles durch und beräumt und wir machen uns ein Abendbrot warm. Danach kriechen wir in unser kuschlig warmes Hotelzimmer vom Schloss und schließen uns für einen Serienmarathon ein. Es fühlt sich fast wie Urlaub an.

Oder ein neuer Lebensabschnitt.

13.10.2018 – 26 Grad – Tag 95

Das ist heute der 4. Auftrag auf Schloss Kröchlendorff ohne Steffen, aber auch das letzte Hochzeitscatering im Schloß für dieses Jahr. Ich bin trotzdem oder gerade deswegen total aufgeregt und kann kaum schlafen. Ich stehe also um 5:00 Uhr auf und kaufe alles frisch in der Metro ein und fahre in die Küche. Pünktlich um 8:00 Uhr kommt wieder wie vereinbart Herr P. um mich zu unterstützen. Schnell laden wir das ganze Auto ein und fahren in die Uckermark.

Es ist wunderschönes Wetter, das Herbstlicht und die Laubfärbung ist wunderbar. Als wir ankommen, müssen wir erst einmal beide jeder für sich Fotos machen. Es ist so wunderschön hier:

Und unser gemeinsames Hochzeitskirchlein, also das von Steffen und mir, erstrahlt in traumhaftem Licht:

Das erste Mal seit langem stellt sich so etwa wie Routine ein. Alles läuft wie geschmiert. Ich habe Herrn P. für die Desserts verpflichtet. Genau dieselben hat er schon beim letzten Mal gemacht und beim heutigen zweiten Versuch werden sie sogar noch besser:

In der Zwischenzeit ruft die Schlosschefin zuhause in Berlin Steffen an und redet mit ihm. Leider kennt Sie sich auch mit dem elenden Krebs aus. Danach kommt sie zu uns in die Küche und richtet mir aus, dass Steffen gerade wieder heil zuhause angekommen ist. Die Menschen, die auf dem Schloss arbeiten, sind wie eine Familie für uns.

Und endlich, mein KochMojo kehrt zurück!

Zeitig wird das Buffet eröffnet, so dass wir schon 19:00 Uhr das Schloss verlassen können. Als ich mich umziehe, brüllt eine Katze in den Kellerflur hinein. Siehe da, die Schlosskatze hat auch Hunger:

Gegen 21:00 Uhr komme ich zuhause an und als ich die Tür öffne, duftet es lecker. Steffen hat gekocht, es gibt Pasta mit Zucchini und Tomatensoße und pünktlich um 22:00 Uhr liegen wir zufrieden im Bett.

08.09.2018 – 25 Grad – Tag 60

Halb Sechs werde ich von ganz allein schon weit vor dem Wecker munter. Heute ist wieder Hochzeitscateringssamstag auf Schloss Kröchlendorff!!

Mein Puls geht schon automatisch etwas höher. Immer. Weil immer irgend etwas bei den Hochzeitscaterings auf dem Schloss passiert. Also gehe ich noch mal schnell in die Badewanne, bevor der Tag beginnt.

Unterbewusst will ich mir die Illusion geben, dass ich doch nicht vor die Tür muss. Aber die Realität ist wie immer härter und gnadenlos, und schnell ist Schluss mit lustig. Also fahre ich nochmal in die Metro und kaufe die restliche benötigte Tiefkühlware und die frischen Kräuter für den heutigen Hochzeitsauftrag ein.

In der Küche packe ich schon alles für die Fahrt in die Thermoboxen zusammen, dann kommt mein Helfer, ich bin sehr beruhigt. Warum bin ich beruhigt?

  1. Weil immer die Angst im Hinterkopf ist, dass die bestellte Servicekraft/Hilfskraft/der Fahrer nicht kommt und ich an so einem wichtigen Tag alles alleine machen muss.
  2. Herr P., der mir diesmal helfen wird, von mir persönlich ausgewählt wurde, nach dem die Chemie mit dem letzten Helfer beim besten Willen – da kann diese Person auch nichts dafür – nicht gepasst hat, ich aber weiß, dass es mit Herrn P. sehr wohl passt. Er ist ruhig, zurückhaltend und bedacht. Genau das, was ich in den kommenden Stresssituationen brauche.

Als das Auto vollgepackt ist, starten wir bei schönstem Sonnenlicht. Wir quatschen die ganze Fahrt, und wie schon vorausgeahnt, läuft in der Küche auf dem Schloss auch alles geschmeidig. Fast ein bisschen so wie mit Steffen. Natürlich muss ich Herrn P. alles erklären, was wann wie gemacht wird und wie es geschnitten wird und wie es angerichtet wird. Aber dann, wenn er es erklärt bekommen hat, funktioniert alles wie von selbst.

Es gibt wieder Vorsuppe an den Platz, also wird Herr P. abgeordert, die Suppe in die Suppentassen einzuschenken, die dann von den dortigen Servicekräften an die Plätze serviert wird. Ich bringe dann die restlichen Speisen für das Buffet hoch.

Und ganz am Schluss den allerwichtigsten Part des Buffets: die medium gebratenen Hüftsteaks. Alle hatten mich im voraus verrückt gemacht, ob diese wohl etwas werden. Dass sie ja auch alle rosa innen sind. Und dass die Steaks dann am Ende auch warm und medium auf dem Buffet bzw. noch viel wichtiger, auf dem Teller landen. Zu oft hört man, dass entweder das Fleisch auf dem Teller kalt ist oder als anderes Extrem, dass das Fleisch durch ist. Beide Möglichkeiten wären natürlich ein Fiasko. Es ist ja schließlich das Hochzeitscatering!

Zumal das Hochzeitspaar sich so auf das Steak gefreut hat, dass es auch die Schloßcheffin verrückt gemacht hat, die mich dann verrückt gemacht hat usw. usf.. Mantrahaft betete ich also vor mich hin: 63 Grad Kerntemperatur. 63 Grad Kerntemperatur. Jeder der mich fragte, bekam die Antwort 63 Grad Kerntemperatur.

Also brate ich das Steak in der Grillpfanne von beiden Seiten scharf an, würze diese mit etwas Salz und Pfeffer und gebe sie in einen GN-Behälter. Stecke das Kernthermometer in ein Steak und stelle dieses auf 63 Grad ein.

Sicherheitshalber möchte ich nochmal nach der Temperatur googlen, aber das WLan ist ausgefallen und ich habe keine Zeit mehr, darüber nachzudenken. Zu stressig ist die letzte Stunde vor der Buffeteröffnung.

Als das Thermometer piept, nehme ich das Fleisch aus dem Konvektomaten und bringe die Hüftsteaks nach oben, mit einer exakten Kerntemperatur von 63 Grad. Die Hochzeitsreden werden gestoppt, da das Steak jetzt da ist.

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Die Türen zum Buffet öffnen sich und ich beglückwünsche die beiden zur Hochzeit. Wir drücken uns, die beiden sind total lieb und herzlich. Ich muss weinen, da das unser Hochzeitsauftrag mit Steffen war, doch nun ohne Steffen. Mit Tränen in den Augen verlasse ich geschwind den Raum mit dem Buffet.

Ich verabschiede mich von allen Schlossangestellten und der Chefin und springe die Treppen herunter und ziehe mich fix um. Herr P. hat schon das komplette Auto eingeräumt und wir starten sofort und fahren wieder zurück nach Berlin. 22:00 Uhr bin ich endlich nach 16 Stunden wieder Zuhause.

Ich öffne die Wohnungstür diesmal zufrieden und erleichtert. Steffen begrüßt mich an der Tür, er hat gekocht.

Ich freue mich, ihn wieder zu sehen. Aber er kann sich nicht richtig freuen, denn er läuft ganz langsam und gebeugt. Ihm geht es gar nicht gut, er hat kaum Appetit. Die Chemotherapie haut gerade komplett rein. Er schmeckt nichts und hat ein pelziges Mundgefühl und macht sich Sorgen, dass deswegen Sardinien ins Wasser fällt.

Die Euphorie, die ich ob des perfekten Hochzeitscaterings hatte, verfliegt direkt.

Sardinien haben wir Anfang des Jahres gebucht, als an noch nichts dergleichen wie Krebs zu denken war. Sardinien ist so ein bisschen das Licht am Horizont, der schöne Fixpunkt in dem ganzen Wahnsinn. Etwas, worauf wir uns tierisch freuen. Aber Steffen wird in Sardinien genau in dieser Phase der Chemotherapie sein, und das macht ihm natürlich fürchterliche Angst.

Ich versuche ihn etwas zu beruhigen, was leider nicht klappt und wir gehen zeitnah ins Bett.

04.08.2018 – 28 Grad – Tag 25

Heute ist der Tag, vor dem ich mich so sehr gefürchtet habe: ganz alleine mit einer mir neuen unbekannten Hilfskraft auf unser Hochzeitsschloss zu fahren um ein Hochzeitscatering auf die Beine zu stellen. Aber komischerweise bin ich komplett emotionslos. Ich habe gut geschlafen, habe mich nicht verrückt gemacht und stehe noch vor dem Weckerklingeln auf, so gegen 05:00 Uhr, und gehe in die Wanne.

Schrecken am Morgen

Beim Aussteigen aus der Wanne strauchele ich und schlage mir das Schienbein an der Wannenkante ein. Sofort bekomme ich da eine riesige Beule, wie bei einer Platzwunde. Genau so wie bei der Platzwunde, die ich als Kind mal hatte, als die anderen doofen Kinder mit Steinen auf mich geworfen und natürlich auch getroffen haben. Nur ohne Blut halt diesmal.

Ich gehe zu Steffen ins Bett und weine und sage, schau mal, mein Körper will nicht dass ich gehe. Aber ich muss gehen. Also ziehe ich mich an, die kurzen Hosen, mir ist immer noch so warm, als hätte der Körper durch die Gluthitze der letzten Tage Wärmespeicherkapazitäten entwickelt. Also genieße ich die morgendlichen 20 Grad und fahre in die Metro noch die restliche Tiefkühlware einkaufen und fahre in die Küche und räume schon die Gewürzkisten zusammen. Man muss, wie schon gesagt, sämtliche Gewürze für alle Speisen mitnehmen und an alles denken, sonst ist man verloren.

Es ist kurz vor 08:00 Uhr. Meine einzige Sorge nunmehr ist noch, dass meine Hilfe nicht kommt und ich allein das Catering bewerkstelligen muss. Da wir in Vergangenheit öfter mit unzuverlässigem Personal zu tun hatten, habe ich sicherheitshalber gestern schon alles so vorbereitet, dass ich den Auftrag auch zur Not selbst stemmen könnte. Aber pünktlich um 08:00 Uhr klopft es an der Küchentür und er ist da. Schnell räumen wir das Auto ein. Er ist wahnsinnig schnell. Ich bin etwas fahrig, da ich aufgeregt bin. Er ist halt ein Fremder und ich fremdel gern. Ich brauche bei manchen Leuten sehr lange, um mit denen klar zu kommen, wenn sie nicht 100% mit mir kompatibel sind. Und solche Begegnungen bleiben ja im Berufsleben nicht aus. Als ich nun einen schweren GN-Behälter – das sind diese Metallbehälter, in denen in Restaurants beim Buffet die Speisen im Warmhaltebehälter stehen – aus dem Kühlschrank hebe, rutscht mir dieser aus der Hand und die scharfe Metallecke bohrt sich in meinen Oberschenkel. Blut. Toll. Selbstzerstörung. Mein Körper will wohl gerade nicht. Aber es nützt ja nichts, der Körper muss.

Im Hochzeitsschloss

Wir fahren auf das Schloss, absolvieren den Auftrag. Meine Hilfe arbeitet die To-Do-Liste mit den Salaten ab, baut das Buffet auf und ist beim Aufbau rasend schnell. Aber die Chemie stimmt nicht richtig, ich bekomme das Dessert nicht richtig hin. Es ist alles eher 80 % unserer bisherigen Leistungen. Ich kann es nicht benennen, er ist gut, aber etwas stimmt nicht.

Das einzige Highlight des Tages ist: es regnet!!!! Oh mein Gott, seit gefühlt April der erste Regen, den ich wieder sehe. Zwar aus der Kellersicht, aber ich sehe ihn:

Nach Buffeteröffnung verlassen wir sofort das Schloss, das Auto ist bereits eingeräumt, so kommen wir wieder zeitig in Berlin an. In der Cateringküche angekommen laden wir noch schnell das Auto aus, ich schicke ihn nach Hause. Jetzt fühle ich mich auch wieder erleichtert, nicht mehr so angespannt, weil ich in diesem Entertainmodus bin, um dem anderen das Gefühl zu geben, dass alles gut ist. Jetzt bin ich wieder ich und fahre nach Hause. Steffen hat schon Pizza bestellt.

Als ich endlich die Wohnungstür um 21:00 Uhr aufschließe, kommt mir Steffen mit einem gekühlten Bier in der Hand entgegen. Ich falle heulend in seine Arme. Es macht alles überhaupt keinen Spaß ohne Steffen.

Ja und was hat Steffen heute so gemacht? Er ist mit dem Fahrrad zu sich nach Hause gefahren. Er kauft beim Berliner Fleischer Würste zum Grillen für das Wochenende und frisches Hackfleisch um Hackmoppel für den Grill zu machen. Wir nennen sie Cevapcici, es sind aber natürlich keine Cevapcici. Das Rezept folgt sicher mal an einer anderen Stelle.

Auf dem Rückweg fällt Steffen auf, dass er alle Menschen doppelt sieht, dass er nicht fokussieren kann. Das gestaltet sich dann so, dass er auf den 5. Fahrradfahrer wartet, um loszufahren, aber da sind nur 3 Radfahrer. Scheinbar drückt das Ding in seinem Kopf auf den Sehnerv.

21.07.2018 -28 Grad Celsius

Früh um sechs klingelt der Wecker, gerne mache ich meiner Freundin frischen Kaffee und bringe ihn in unser Schlafzimmer, welches die beiden natürlich bekommen haben. Schnell noch ein paar Käsestullen geschmiert und Äpfel eingepackt und los geht’s in zwei Autos. Der Kangoo mit meiner Freundin und mir, Steffen hat darauf bestanden, dass ich nicht alleine fahre und ihr Freund fährt mit Wiener Kennzeichen hinterher, der Gute. Erstmal zur Metro und noch fix die Tiefkühlware und frische Kräuter eingekauft. Dann geht’s in die Küche und ruckzuck werden die Speisen aus den Kühlschränken in die Thermoboxen und dann im Auto verstaut. So schnell hatten Steffen und ich glaube ich noch nie ein Auto beladen. 6 Hände sind auch mehr als 4 Hände, simple Mathematik. Dann geht’s auf die Autobahn, man braucht maximal zwei Stunden bis nach Kröchlendorff in der Uckermark.

Es ist schön, mit meiner Freundin während der ganzen Fahrt im Auto zu reden und wirklich alle Themen anzusprechen. Es tut sehr gut, ab und an mit anderen zu reden, um deren Sichtweise auf die Dinge zu verstehen und vielleicht gar auf sich selbst anzuwenden. Tut natürlich dann auch weh. Aber dafür haben wir ja die Trost-Käsestullen dabei.

Als wir endlich da sind, gebe ich kurz den Schloßmädels Bescheid. Und muss natürlich wieder weinen. Warum? Na Steffen ist nicht dabei. Das wird jetzt wohl bei jeder Initialsituation ohne Steffen passieren, wenn ich darauf gestupst werde, dass Steffen nicht dabei ist.

Schnell ist alles in die Kühlräume und den Tiefkühler geräumt. Mit meiner Freundin als professionelle Köchin an meiner Seite eröffnen sich unbekannte Weiten und Seiten des Cateringdaseins und eine unglaubliche Struktur, die man nur in der Ausbildung lernt. Als Quereinsteiger kann ich nur staunen und lernen. Ihr Freund ist extrem flott in seiner Auffassungsgabe und lernt und arbeitet als kompletter Quereinsteiger extrem schnell.

Aber wie immer habe ich wieder irgend etwas vergessen. Diesmal die Beeren für die Quarkcreme mit Beeren der Saison. Also setze ich mich ins Auto und fahre die ca. 15 km nach Prenzlau. Während der Fahrt spüre ich eine Veränderung in mir. Ich spüre nichts. Keine Wut gegen mich, keine Enttäuschung, keine Angst, dass ich die Beeren nicht bekomme. Einfach gar nichts. Ich spüre gar nichts. Als hätte die Dauerüberreizung mit Emotionen dafür gesorgt, dass mein Körper in einen Schutzmodus geht. Ich fühle mich komplett gar nicht. Ich bin emotional aus. Dennoch bekomme die Beeren und meine Freundin macht daraus die mit Abstand schönsten Desserts bisher.

Was sind wir drei doch für ein Killerteam. 19:30 Uhr steht das Hochzeitsbuffet für 70 Personen:

Gegen 20:00 Uhr verlassen wir das Schloß. Auf dem Rückweg durch die Uckermark und dank einer Umleitung halten wir an einer alten Feldstraße, welche von Mirabellenbäumen gesäumt ist. Die beiden frisch Verliebten packen sich ein Körbchen und pflücken 5 Kilo reife und saftige Mirabellen.

Dann geht’s nach Hause. Steffen der Gute hat ein wunderbares Abendbrot zubereitet. Wir lassen den Tag Revue passieren.