Trauer

Verlust

Der Verlust eines geliebten Menschen ist nie einfach. Plötzlich ist da jemand nicht mehr da, der immer da war. Man hat es als selbstverständlich hingenommen, dass man diese Person jeden Tag sieht. Und plötzlich ist nichts mehr wie zuvor.

Nie mehr wirst Du diese Stimme hören, das Lachen sehen oder sich einfach nur mit dem geliebten Menschen streiten. Wie sinnlos sind doch alle diese Streits im Rückblick.

Was bleibt, ist die Erinnerung an die Person, die täglich etwas verblasst, die Bilder, ein paar WhatsApp-Nachrichten und die tägliche Facebook-Erinnerung.

Trauer

Wenn man über das Gefühl Trauer nachdenkt, ist es etwas monströses, etwas, dass einen schier zu übermannen scheint. Aber die Trauer kommt in Wellen, Trauer ist nicht ständig, sie passiert und sie ebbt ab. Sie knallt auf Dich ein, wenn Du es nicht erwartest und doch gibt es Momente, wo Du im Jetzt lachen kannst.

Und Du hältst sie aus. Glaube mir. Und wenn Du bis ans Limit mit deinem Schmerz gegangen bist, lässt er nach. Da ist immer noch Dein Körper, der Dich liebt, der Dich schützt. Der macht, dass Du nicht irre wirst, wenn Du auf ihn hörst.

Aber was mich stets ein wenig beruhigt, ist die Tatsache, dass die Trauer eine einseitige Angelegenheit ist. Es ist die Manifestation unserer Liebe und unseres Verlustes. Der Verstorbene selbst spürt diese Trauer scheinbar nicht und hat obendrein keine Schmerzen und Sorgen mehr. Welch glücklicher Zustand!

Die Trauer, die man fühlt, ist ein rein egoistischer Moment, letztendlich das Gefühl des Verlustes, den nur WIR hier spüren. Denn dem Verstorbenen geht es gut da, wo er ist.

Die verstorbene Person sieht jetzt das große Ganze und weiß, dass man sich keine Sorgen mehr machen muss. Das sollst Du auch nicht. Du kommst auch irgendwann dort hin. Aber bis dahin: lebe!

Tod

Ich persönlich denke, dass die Verstorbenen am Anfang gar nicht wissen, wo sie sind. Und wenn sie es denn doch realisieren, bemerken sie, dass sie Teil etwas noch viel größeren und beruhigerenden sind und daher keine Angst mehr spüren. Deswegen fühlt man ab und an noch etwaige Kontaktaufnahmen, die aber eher tröstender denn verängstigender Natur sind. Aber dies ist nur meine Sichtweise, belehrt mich eines Besseren.

Der Tod ist die ständige Erinnerung, dass wir alle endlich sind, dass wir im Hier und Jetzt leben müssen, nicht irgendwann, später, danach, wenn es denn dann vorbei ist …

sundown at the sea
Das Leben ist wie das Meer, stürmisch, ruhig, aber immer unendlich.
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