Auf vielfachen Wunsch möchte ich sehr gerne mit Euch mein Rezept für chinesisches veganes Geschnetzeltes teilen und Euch die durchaus praktischen Sojaschnetzel vorstellen.

Portionen

2

fertig in:

30 min

Kalorien:

457

Einleitung

Über das Rezept

von: Dana Heidrich

Früher dachte ich immer, boah, ist das widerlich. Sieht aus wie Pedigree, das Trockenfutter für Hunde, wie kann man das nur essen?

zarter Rinderbraten

Und dann habe ich mir einfach beim Asiaten aus Jux und Dollerei Sojaschnetzel gekauft. Und siehe da, es ist so einfach! 

Warum vegan?

In unseren letzten Jahren im Catering haben wir viel zu viel Fleisch verarbeitet. Obwohl die Nachfrage nach veganem und vegetarischem Essen in Berlin enorm ist, wurde zu den wichtigen Feiern stets Fleisch für die Altvorderen und die „richtigen Männer“ gewünscht.

Kiloweise tote Tiere gingen durch unsere Hände. Ich habe über die letzten zehn Jahre die Veränderung der Fleischqualität direkt mitbekommen.

Das Hackfleisch wurde immer fetter, nach dem Putenfleisch fing irgendwann auch das Schweinefleisch an, furchtbar nach Antibiotika zu stinken. Viele sagen, ich bilde mir das ein, aber nein, ich kann es wirklich riechen.

Und vor zwei Jahren stand ich am Konvektomaten, 10 Kilo Rindergulasch schmorten darin und dieser mir leider schon allzu bekannte Geruch machte sich breit. Nun reichte es.

Ich konnte Fleisch nicht mehr mit bloßen Händen anfassen. Stets benutze ich nun Handschuhe bei der Verarbeitung. denn ich wollte jeglichen Kontakt mit den toten Tieren vermeiden.

Seitdem ich zuhause bin, kann ich aber all meine Lieblingsrezepte in vegan oder vegetarisch umswitchen. Zugegeben, ein richtiges Rindersteak oder Tatar kann man nicht nachmachen, das werde ich auch immer noch ab und an essen, wenn ich darauf Appetit und die richtige Qualität zur Verfügung habe.

Wie kann ich ganz einfach vegane Küche in den Alltag integrieren?

Mir ist aufgefallen, dass man das im Alltag genutzte Fleisch ganz leicht vegan oder vegetarisch adaptieren kann.

Ich spreche hier von den allgemeinen Klassikern: Geschnetzeltem, Hackfleisch und Wiener Würstchen.

In den ganzen feingemahlenen Würsten wie Mortadella, Paprikalyoner, Wiener Würstchen ist schon so viel Separatorenfleisch und Rätseldinge drin, da kann man auch gleich die vegetarische Variante essen. Jaja, das Eiweiß, andere Debatte.

Und bei Hackfleisch und Geschnetzeltem geht es ja selten um den Geschmack.

Hackfleisch

Wer Hackfleisch anbrät kennt das sicherlich: man ist immer wieder entsetzt, wie viel Wasser da aus dem Fleisch kommt. Am Ende bleibt eine knorpelige und graue Masse übrig, die man nur mit Unmassen von Gewürzen pimpen kann, damit es überhaupt schmeckt.

Da kann man auch gleich Sojahack benutzen. Ist weniger fett und voller gesunder Proteine.

Geschnetzeltes

Dasselbe gilt für das Geschnetzelte:

Viele nehmen zum Anbraten irgendwelche lighten Anbratprodukte, damit nicht die teure Einbauküche vollgespritzt wird.

Auf den Cerankochfeldern generiert man sowieso nicht die richtige Hitze, damit das Fleisch die gewünschten Röstaromen bekommt und viel zu zeitig wird der ganze Rest in die Pfanne geworfen, so dass am Ende alles in einer trostlosen Matschepampe aus zerkochtem Gemüse und knorpeligen Fleisch schwimmt.

Dann kann man doch auch gleich Sojaschnetzel nehmen. Ist weniger fett und voller gesunder Proteine.

Zutaten

Zum Schneiden

  • 50 gr Sojaschnetzel
  • 300 gr grüne Bohnen
  • 2 Stück Knoblauchzehe
  • 1 Stück Ingwer
  • 2 Stück Frühlingszwiebel
  • 1 EL Speiseöl

Für die Soße

  • 2 EL Kikkoman Sojasoße
  • 2 EL Chinkiang-Essig
  • 1-2 TL Doubanchiang
  • 1 TL Zucker oder Honig
  • 1/2 TL Speisestärke
  • 1 TL Sesamöl

Reis

  • 1 Tasse Jasminreis
  • 1,5 Tasse Wasser

Sojaschnetzel

Die Sojaschnetzel einfach mit kochender Brühe übergießen, einweichen lassen und dann einfach wie Fleisch weiterverarbeiten.

Ich habe mich mittlerweile in diese knatschige Konsistenz verliebt und verwende für Kurzgebratenes nur noch Sojaschnetzel.

Selbst als Alternative zu Beef Rendang kann man es ohne weiteres verwenden. Ich bin einfach nur begeistert.

Veganes Geschnetzeltes hat weniger Kalorien als Fleisch, besteht aus Sojabohnen und Bohnen, welche obendrein sextrem gesund für unseren Darm sind und man fällt nach dem Essen in der Mittagspause auch nicht ins Foodkoma.

Sojaschnetzel gibt es in allen möglichen Formen im Biomarkt, bei Edeka, bei Amazon oder im Asiamarkt. Als Sojahack, Sojaschnetzel oder auch in Gulaschform.

zarter Rinderbraten

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Schritt 1

Sojaschnetzel mit etwas Brühpulver und Sojasoße in eine Schüssel geben und mit kochendem Wasser übergießen und ca. 15 Minuten weich werden lassen, gelegentlich umrühren

Schritt 2

Alle Zutaten für die Soße vermengen und in eine kleine Schüssel geben, Reis nach Packungsbeilage kochen

Schritt 3

Ingwer und Knoblauch kleinhacken, Frühlingszwiebel in Streifen schneiden, Bohnen stückeln und Sojaschnetzel, wenn nötig, in Streifen schneiden

Schritt 4

rohe Grüne Bohnen im Speiseöl anbraten, bis sie Blasen werfen (siehe Bild oben rechts)

Schritt 5

Schnetzel, Knoblauch, Ingwer und Frühlingszwiebeln hinzugeben und kurz scharf anbraten, bis es lecker duftet

Schritt 6

Die Soße darüber schütten und kurz aufkochen, bis sie anfängt zu glänzen und dick wird.

Tipp:

Du suchst noch nach wunderschönen Schüsseln, in denen du dein Essen anrichten kannst?

Eine Schüssel dieser Größe fässt exakt eine Portion Mittagessen – ohne dass du danach in s Foodkoma fällst – versprochen!

(werbung)

Serviere dein veganes asiatisches Geschnetzeltes wie in China!