19.10.2018 – 15 Grad – Tag 101

Um drei werde ich von alleine wach. Vor diesem Tag habe ich schon die ganze Woche großen Respekt. Obwohl der Mittwoch schon übel war, ist dieser Freitag quasi das emotionale Sahnehäubchen dieser Woche.

Also fahre ich 3:30 Uhr in die Küche und fange an zu arbeiten. Mehrere Platten werden mit Tomate-Mozzarella-Spießen, Obst-Käse-Spießen, 180 Miniwraps, Schnitzeln, 180 Canapés, Bouletten und Gemüsesticks belegt.

Bis 8:00 Uhr ist das Gröbste erledigt. Herr P. kommt jetzt zur restlichen Unterstützung. Jetzt müssen nur noch 16 Liter Bohnenkaffee gekocht und alles ins Auto verpackt werden. Fertig. Punkt 11:00 Uhr ist das Auto beladen.

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Herr U. kommt mit einer Servicekraft zur Küche. Beide übernehmen das vollgeladene Auto und fahren es in die Location. Dort warten zwei weitere Servicekräfte. Alle vier kümmern sich dann um den dortigen Buffetaufbau, den Getränkeausschank und den Empfang für die 140 Personen.

Dies funktioniert natürlich nur so gut, da Herr U. fantastisches Personal hat, und alles ineinander greift und funktioniert. Das hat Seltenheitswert, dass man so verlässliche Mitarbeiter findet. Würde nur ein Rädchen nicht funktionieren, würde mir alle um die Ohren fliegen.

So habe ich nun Feierabend und fahre mit der Straßenbahn nach Hause.

Fertig und erlöst komme ich Zuhause an. Ich habe die zwei Höllentage überstanden.

500 m entfernt wird gerade der ominöse Geldtransporter aufgebrochen, von dem ich zu dem Zeitpunkt leider nichts wusste. Ich hätte einfach die heraus gefallene Kassette übernommen. verdammt.

Als ich die Wohnung öffne, höre ich mehrere Stimmen: Steffens Bruder und Schwägerin sind zu Besuch. Ich hatte mich etwas auf den Mittagsschlaf gefreut, aber Familie geht vor. Steffen wirkt leicht gestresst. Er wollte Kaffee kochen aber ist jetzt schon völlig schlapp. Schon die kleinsten Aufgaben fordern ihn. Gerne übernehme ich und stelle fest, dass der Abfluss in der Küche verstopft ist. Natürlich. Aber auch das werde ich schaffen. Ich koche erstmal Kaffee. Aus dem Mittagsschlaf wird natürlich nichts.

19:00 Uhr ruft Herr U. an und teilt mir mit, dass die Veranstaltung zu Ende ist und alles geklappt hat. Das Auto steht wieder vor der Küche geparkt.

Ich bin sehr erleichtert. Steffen und ich gehen schlafen.

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