Weihnachten naht und alles tanzt um die goldene Weihnachtsgans. Aber was essen denn überhaupt die Veganer? Richtig! Auberginenragout auf Süßkartoffelstampf.

Kaum hast du das Wort „vegan“ ausgesprochen, wirft Mutti die Hände in die Luft, hyperventilierend, Papa leiert genervt mit den Augen. Dieser neumodische Kram! Sowas hat es früher nicht gegeben! Wir haben doch schon Kompromisse beim Kartoffelsalat gemacht!

Warum Auberginenragout?

Natürlich haben die Eltern recht. Aber dieses vegane Rezept ist unglaublich lecker und lässt Fleisch kaum vermissen und ist daher einen Versuch wert.

aubergines and sweet potatoes
Auberginenragout auf Süßkartoffelstampf

Ich habe dieses Auberginenragout auf Süßkartoffelstampf ab und an auch für die Blue Man Group zubereitet, besonders wenn ein Feiertag war oder wenn es aus anderen Gründen etwas Besonderes sein musste.

Dieses Auberginenragout hat in der Kombination mit den Linsen so eine schmeichelnde sanfte Fülle und Herzhaftigkeit, die schon etwas an Fleisch erinnert. Besonders, wenn man die Auberginen über dem Gasherd zündelt, erinnern die Auberginen im Abgang mit ihrem so gewonnenen Raucharoma geschmacklich an Speck. Die Kombi aus Linsen und dem rauchigen Speckaroma lassen Fleisch nicht vermissen.

Dazu dann noch der Süßkartoffelstampf mit dieser leichten Zimtnote! Ein Träumchen. Weihnachtlicher geht es kaum noch.

Wenn euch das Rezept gefällt, wäre diese vegetarische Variante hier alternativ auch noch etwas für euch:

In Zeiten von Tiefkühlgänsen wird Auguste leider nicht überleben, aber man kann es ja mal versuchen.

Die Bilder vom Auberginenragout auf Süßkartoffelstampf habe ich in der Küche aufgenommen, im klassischen Buffetbehälter. Versorgt mich mit schön angerichteten Bildern, wenn ihr das Rezept nachgekocht habt!

Auberginenragout auf Süßkartoffelstampf

Etwas aufwändig, aber ungemein lecker. Und wer einen Gasherd hat, kann sich selbst beim Gokeln entschleunigen

Für das Auberginenragout

  • 2 Stück Aubergine
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 Stück Zwiebel
  • 1 Stück Lorbeerblatt
  • 2 Stück Knoblauchzehen
  • 1 Stück Chilli
  • 1 EL Tomatenmark oder Wurzelmark
  • 1 TL Rotweinessig
  • 50 gr kleine Linsen (Beluga, Pui oder Pardina )
  • 30 gr Nüsse
  • 1 EL Petersilie

Für den Süßkartoffelstampf

  • 600 gr Süßkartoffeln
  • 250 ml Kokos
  • 1 Messerspitze Kurkuma
  • 1 Prise Zimt
  1. Bringe die Linsen mit genügend Wasser und ohne Salz zum Kochen, schäle die Süßkartoffeln und bringe sie ebenfalls mit einer Prise Salz zum kochen Steche die Auberginen mit einem Zahnstocher rundherum ein und grille sie über der offenen Gasflamme, bis sie schrumpelig wird. Wenn Du keinen Gasherd hast, nutze einfach die Grillfunktion des Backofens oder den Grill im Garten.

  2. Wenn die Auberginen so aussehen, kurz zum kühlen beiseite Stellen

  3. Zwiebeln und Knoblauchzehe würfeln, Chilli in Ringe schneiden, wem es zu scharf werden könnte, bitte vorher die Kerne entfernen
  4. Wenn die Auberginen abgekühlt sind, zieh die Haut ab und schneide die Auberginen in Würfel, gieße parallel die Linsen ab, wenn sie gar sind.

  5. Zwiebeln in Olivenöl anschwitzen, bis sie goldgelb sind und dann Knoblauch und Chilli hinzufügen. Wirf das Lorbeerblatt hinzu und salze. Nun gib noch das Tomatenmark hinzu, lösche mit dem Essig und etwas Wasser, ca. 2-3 EL, ab und lasse es kurz köcheln
  6. nun gib die Auberginen und die Linsen sowie weitere 100 ml Wasser zu dem Sud und lass es vorsichtig köcheln, bis die Flüssigkeit sich etwas reduziert hat. Abschmecken und ggfls. noch nachwürzen

  7. Wenn die Süßkartoffeln gar sind, einfach abgießen, die Kokosmilch und die Gewürze hinzugeben und stampfen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist
  8. Gib einen Schlag Stampf auf den Teller, darauf einen großen Löffel des Auberginenragouts und garniere mit den Nüssen und der Petersilie

  • natürlich kannst Du die Nüsse vorher noch karamelisieren
  • statt Nüssen kannst Du auch Kürbiskerne verwenden