Nichts passt mehr zum Herbst, als ein schöner Schweinebraten. Er kocht sich fast von selbst im Bräter im Ofen und wird mit dem besten böhmischen Bier zubereitet. Lasst Euch hier überraschen:

Portionen

6

fertig in:

3 h

Kalorien:

528

Einleitung

Über das Rezept

von: Dana Heidrich

Herbst ist die Jahreszeit, wo es einen mit tiefem Glück erfüllt, wenn man aus der kalten klaren Herbstluft wieder zurück in die Wohnung kommt und man feststellt, dass es im ganzen Raum wunderbar nach Braten riecht.

zarter Rinderbraten

Jetzt noch schnell etwas Sauerkraut warmgemacht oder Rosenkohl in Butter geschwenkt und fertig ist mit ein paar böhmischen Knödeln oder sogar Bandnudeln ein wunderbares Sonntagsessen.

Rezeptursprung

Ursprünglich komme ich ja direkt von der tschechischen Grenze und dadurch sind scheinbar ein paar Speisen genetisch für immer verhaftet. Ein Standard bei den Wanderungen im böhmischen Land war stets die Bestellung eines schönen Schweinebratens mit böhmischen Knödeln und Sauerkraut.

Als dann meine Mama als Pflegefall zuhause lag, wagte sich mein Papa an die Optimierung dieses Schweinebratens. Denn einmal zubereitet, liefert ein Schweinebraten fast für eine ganze Woche die proteinreiche Hauptzutat, die nun mannigfaltig kombiniert werden kann:

  • Schweinebraten mit Knödeln und Sauerkraut
  • Bratenbrot
  • Nudeln mit Braten
  • Kartoffelgröstl mit Rosenkohl und Bratenresten
  • Klösse angebraten mit Schweinebraten

Jeder, der einen Menschen zuhause pflegt, weiß wie anstrengend zusätzlich das tägliche Kochen ist. Dann hilft so ein Schweinebraten ungemein. Dieser Schweinebraten ist am Ende so zart, dass er mit der Gabel zerdrückt werden kann.

Da meine Mama als Erschafferin grandioser Rezepte wie der Pasteten und des besten Rinderbratens natürlich anspruchsvoll war, musste sich Papa ganz schön strecken und erschuf so

Das beste Schweinebratenrezept

Jeder, der schon einmal Schweinebraten gegessen hat, weiß wie öde die meisten Schweinebratenrezepte sind. Besuche in der Gaststätte sind auch enttäuschend. Meist schmeckt der Schweinegeschmack vor, im schlimmsten Fall das Fleisch nach Antibiotika und das Hauptwürzmittel ist Kümmel. Ich hasse Kümmel! Da muss es doch Alternativen geben?

Zutaten

  • 2 kg Schweinelachs oder (Oberschale)
  • 1 Pckg Suppengrün
  • 3 Stück Zwiebeln
  • 3 Stück Knoblauchzehe
  • 3 Zweige Rosmarin
  • 4 EL Senf
  • 660 ml Pilsner Urquell
  • Pfeffer und Salz
  • 1 TL Piment/Wacholder
  • 2 EL Speise- oder Olivenöl

 

Und dann kommt hier dieses Rezept:

Rosmarin sorgt für eine nötige Frische, Senf für eine schöne Kruste und das Bier macht das Kraut dann richtig fett – wie wir in unserer Region so sagen.

Also mit dem richtigen Bier steht und fällt alles und als Lokalpatriot auch mit dem Senf. Ich empfehle für den Schweinebraten Bautzener Senf und böhmisches Bier.

zarter Rinderbraten

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Schritt 1

Suppengrün putzen und würfeln, Zwiebeln und Knoblauchzehen schälen und grob würfeln.

Schweinefleisch außen von Fett, Sehnen und Flechsen reinigen und mutig mit viel Pfeffer und Salz von außen würzen und den Senf wie gute Sonnenmilch in das ganze Schweinestück einmassieren.

Ofen auf 200 Grad vorheizen

Schritt 2

Das Olivenöl in einer großen Pfanne stark erhitzen und nun das ganze Fleisch von allen Seiten scharf anbraten. Es muss spritzen und qualmen, denn sonst entstehen nicht die schönen Röstaromen. Danach das Fleisch in den separat stehenden Bräter geben.

Schritt 3

In dem Öl mit den Senfresten des Fleisches nun das Suppengrün mit den Zwiebeln und dem Knoblauch scharf anbraten

Am Schluss Wacholder und Piment in das Gemüse geben und mit dem Bier ablöschen, aufkochen und dann den Pfanneninhalt über das Fleisch im Bräter geben.

Schritt 4

Den Bräter mit geschlossenem Deckel in den Ofen geben und dort bei 200 Grad für 30 Minuten backen lassen.

Danach den Ofen auf 160 Grad runterdehen und den Braten für weitere zwei Stunden im Ofen backen lassen.

Schritt 5

Im Ofen auskühlen lassen, dann das Fleisch aufschneiden. Parallel den Sud durch ein Sieb in einen Topf geben.

Schritt 6

Aufkochen, ggfls. noch etwas Rinderbrühe zum Strecken dazugeben und mit dem Soßenbinder binden. 

Tipp:

Wer einen guten Schweinebraten zubereiten will, braucht auch einen guten Bräter.

Bei Interesse einfach auf das Bild klicken.

(Werbung)